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04.03.2014

12:42 Uhr

Trotz gutem Jahresabschluss

Glencore Xstrata schreibt tiefrote Zahlen

Höhere Preise und eine stärkere Nachfrage haben dem Rohstoffkonzern Glencore Xstrata einen versöhnlichen Jahresabschluss ermöglicht. Dennoch konnten die Probleme aus der ersten Jahreshälfte nicht ausgeglichen werden.

Glencore Xstrata ist vor knapp einem Jahr aus dem weltgrößten Rohstoffhändler Glencore und dem Bergbauunternehmen Xstrata entstanden. Reuters

Glencore Xstrata ist vor knapp einem Jahr aus dem weltgrößten Rohstoffhändler Glencore und dem Bergbauunternehmen Xstrata entstanden.

ZugNach einem schlechten Start ins Jahr 2013 hat der Schweizer Rohstoffkonzern Glencore Xstrata in der zweiten Jahreshälfte von höheren Preisen und stärkerer Nachfrage profitiert. Der Umsatz zog wieder an und unter dem Strich stand zwischen Juli und Ende Dezember ein Gewinn von 1,5 Milliarden Dollar (rund 1,1 Mrd Euro), wie der frisch geschmiedete Konzern am Dienstag mitteilte.

Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) lag 2013 mit 13,1 Milliarden Dollar deutlich über den Analystenerwartungen, wie das Unternehmen mit Sitz in der Schweiz am Dienstag mitteilte. Damit erwirtschaftete der fusionierte Konzern in etwa so viel wie die beiden Partner Glencore und Xstrata 2012 zusammen. Erfolgsgarant war demnach das Handelsgeschäft, dessen Ergebnis um 17 Prozent nach oben schoss.

Im Gesamtjahr stand dennoch ein Verlust von 7,4 Milliarden Dollar wegen Preisrückgängen und hoher Abschreibungen von Januar bis Juni. In der deutlich größeren Bergbausparte gab es wegen gesunkener Rohstoffpreise einen Rückgang von vier Prozent. Glencore hatte die 30 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Xstrata im Mai abgeschlossen. Sie ermöglicht höhere Einsparungen als zunächst gedacht. Das Management geht nun von mehr als 2,4 Milliarden Dollar aus, nachdem Ende vergangenen Jahres noch von zwei Milliarden die Rede war.

Weitere Milliarden verspricht sich Glencore Xstrata vom Verkauf eines Kupferbergwerks in Peru. Nach Konzernangaben finden dazu Gespräche mit dem chinesischen Unternehmen Minmetals statt, das nun bevorzugter Bieter ist. Ins Hintertreffen geraten sind damit andere Interessenten, darunter ein Konsortium aus den nordamerikanischen Rivalen Teck Resources, Newmont Mining sowie dem US-Finanzinvestor Blackstone. Insiderinformationen zufolge könnte der Verkauf rund fünf Milliarden Dollar bringen.

An der Börse kamen die ersten Jahreszahlen des Konzerns nach der Fusion gut an. Die Aktie legte 2,5 Prozent zu.

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