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04.04.2014

19:53 Uhr

Trotz Krim-Krise

Renault-Nissan-Chef sieht rosige Zukunft für Russland

Die Krim-Krise wird vorüber gehen. So sieht es zumindest Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn, der trotz rückläufiger Verkäufe in Russland optimistisch bleibt. Die reaktivierte Marke Datsun soll es für den Konzern richten.

Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn vor dem neuen Datsun: Vorsprung vor der Konkurrenz auf dem russischen Markt. AFP

Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn vor dem neuen Datsun: Vorsprung vor der Konkurrenz auf dem russischen Markt.

MoskauDer Chef von Nissan und Renault, Carlos Ghosn, zeigt sich trotz der Krim-Krise optimistisch zur Entwicklung des russischen Marktes. „Die heute schwierige geopolitische Situation wird nicht so bleiben“, sagte Ghosn am Freitag in Moskau bei der Vorstellung des neuen Datsun. „Unsere Strategie richtet sich nicht nach kurzfristigen Verwerfungen, sondern muss Trends und das langfristige Potenzial berücksichtigen“, erklärte er. „Und wir haben keine Bedenken, was das Potenzial des russischen Markts angeht.“ Die jüngsten Sanktionen des Westens gegen Russland wegen der Eingliederung der Halbinsel Krim hätten die Lieferkette nicht beeinträchtigt.

Nissan hatte den Datsun 1981 vom Markt genommen. Im vergangenen Jahr wurde die Marke jedoch wieder hervorgeholt, um den Märkten in den aufstrebenden Staaten einen Neuwagen anbieten zu können, der eine Alternative zu Gebrauchtautos sein soll. Im Visier sind dabei Indonesien, Indien, Südafrika und Russland. Dort wächst zwar die Mittelschicht, die Autodichte ist vergleichweise niedrig und viele Wagen sind alt. Allerdings ging der Absatz der Lobbygruppe AEB zufolge wegen der Wirtschaftsschwäche im vergangenen Jahr um fünf Prozent zurück.

Er sei sich bewusst, dass die Verkaufzahlen auch in diesem Jahr vermutlich sinken werden, sagte Ghosn. „Aber wenn wir investieren, tun wir das nicht für dieses Jahr, sondern für fünf, zehn, zwanzig im voraus.“ Der Datsun dürfe zudem vom schwachen Rubel profitieren, da der Wagen in Russland in den Werken von Avtovaz hergestellt werde und dazu möglichst viele inländische Zulieferer in Anspruch genommen werden sollen. „Die Schwäche der Währung ist ein Vorteil für die örtlichen Marken“, sagt Ghosn.


Von

rtr

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