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24.01.2009

12:39 Uhr

Trotz Krise

BMW schließt 2009 Entlassungen aus

Trotz der Autokrise schließt BMW Entlassungen in diesem Jahr aus. Falls die Krise länger dauern sollte, plante der Konzern eine andere Strategie, um Stellen einzusparen.

BMW-Personalvorstand Harald Krüger will auf Kündigungen trotz Krise verzichten. Foto: dpa dpa

BMW-Personalvorstand Harald Krüger will auf Kündigungen trotz Krise verzichten. Foto: dpa

HB FRANKFURT. "2009 wird es keine betriebsbedingten Kündigungen geben", sagte BMW-Personalvorstand Harald Krüger der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Für den Fall, dass die Krise länger dauert als gedacht, würden wir durch Fluktuation frei werdende Stellen nicht ersetzen", kündigte er laut Vorabbericht vom Samstag an.

Der Münchner Autobauer schickt wegen der Absatzflaute in der Branche im Februar und März 26 000 Beschäftigte in Kurzarbeit. Dank der Einführung neuer Modelle im Frühjahr habe der Konzern "berechtigte Hoffnung, dass wir im April keine Kurzarbeit mehr brauchen", sagte Krüger.

Er begrüßte zugleich die von der Bundesregierung beschlossene Abwrackprämie für Altautos. "Für BMW wird der Effekt allerdings überschaubar bleiben", schränkte der Manager jedoch ein. Die 2500 Euro Prämie seien allenfalls für Käufer eines Mini oder eines 1er BMW attraktiv.

Krüger bekräftigte, dass BMW weder Geld vom Staat brauche noch einen stützenden Einstieg der Regierung. Er verwies darauf, dass das Unternehmen mit Familie Quandt einen "stabilen" Großaktionär habe. Als einzige Hilfe prüfe der Konzern staatliche Garantien für Anleihen. "Uns geht es dabei ausschließlich um die Refinanzierung des Leasing- und Kreditgeschäfts für Automobile", erläuterte Krüger.

Er widersprach immer wieder aufkommenden Börsengerüchten über ein Zusammengehen mit Daimler. "Wir haben gemeinsame Projekte mit Mercedes, ansonsten sind und bleiben wir Wettbewerber", betonte Krüger. Eine Kooperation mit Fiat, die seit längerem verhandelt wird, hält er auch nach dem Einstieg der Italiener bei Chrysler für möglich: "Mit Fiat können wir auch künftig zusammenarbeiten, entscheidend ist letztlich, dass beide Seiten davon gleichermaßen profitieren", machte er deutlich.

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