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07.05.2014

23:48 Uhr

Trotz Russland-Problemen

Pirelli hält an Jahresprognose fest

Die Krise in der Ukraine und in Russland hat einen kürzlich abgeschlossenen Deal für den Reifenmacher Pirelli weniger lukrativ gemacht. Doch die Italiener beruhigen: Bessere Geschäfte in Europa sollens richten.

Pirelli: Der Gewinn des Reifenherstellers ist im vergangenen Quartal um 13 Prozent gestiegen. Reuters

Pirelli: Der Gewinn des Reifenherstellers ist im vergangenen Quartal um 13 Prozent gestiegen.

MailandDer italienische Reifenhersteller Pirelli will seine Jahresziele trotz einer schlechter als erwarteten Entwicklung in Russland erreichen. „Wir gehen davon aus, dass ein besseres Umfeld in Europa die etwas schlechtere Situation in Russland und Lateinamerika ausgleichen wird“, erklärte Pirelli-Chef Marco Tronchetti Provera am Mittwochabend.

Der Conti-Rivale hatte im März ein Abkommen mit dem russischen Energiekonzern Rosneft geschlossen, der nun größter Einzelaktionär ist. Im Gegenzug können die Italiener auf das umfangreiche Tankstellen-Netz des Konzerns zum Reifen-Verkauf zugreifen. Die Ukraine-Krise und die schlechte Wirtschaftslage in Russland haben aber Zweifel aufkommen lassen, ob Pirelli dort wie geplant expandieren kann.

Die profitabelsten Autokonzerne der Welt

Platz 10

Fiat-Chrysler - 2,15 Milliarden Euro Gewinn im Jahr 2013

Durch die Fusion mit dem US-Autoriesen retten sich auch die Italiener in die Gewinnzone. Ohne Chrysler stünde unterm Strich ein Verlust von 188 Millionen Euro.

Platz 9

Nissan - 3,28 Milliarden Euro Gewinn

Die Japaner können beim Gewinn wieder leicht zulegen. Unterm Strich steht ein Plus von etwa zwei Prozent.

Platz 8

Ford - 4,2 Milliarden Euro Gewinn

Der operative Gewinn fällt bei Ford etwa sieben Prozent niedriger aus als im Vorjahr. Dabei haben die Amerikaner mit dem Pickup F-150 das meistverkaufte Auto in den USA in ihren Reihen.

Platz 7

General Motors - 4,68 Milliarden Euro Gewinn

Eine Rückrufserie erschüttert derzeit das Vertrauen der Amerikaner in ihren größten Autokonzern. 2013 war davon noch nichts zu spüren. Der operative Gewinn legt um 13 Prozent zu.

Platz 6

Honda - 4,87 Milliarden Euro Gewinn

Bei den Japanern sorgt der schwache Yen für Rückenwind im Export. Der operative Gewinn legt um satte 35 Prozent zu.

Platz 5

Hyundai/Kia - 7,16 Milliarden Euro Gewinn

Das koreanische Duo kann beim operativen Gewinn nicht an die Vorjahre anknüpfen. Bei Hyundai sinkt der operative Gewinn um ein Prozent, bei Kia sogar um zehn Prozent.

Platz 4

Daimler - 7,61 Milliarden Euro Gewinn

Beim Profit verpassen die Schwaben das Treppchen nur knapp. Vor allem weil der operative Gewinn bereinigt um den Verkauf der EADS-Aktien um 14 Prozent sinkt.

Platz 3

BMW - 7,99 Milliarden Euro Gewinn

Auch bei den Münchener fällt der operative Gewinn um drei Prozent niedriger aus. Das reich aber immer noch für die Bronzemedaille.

Platz 2

Volkswagen - 11,67 Milliarden Euro Gewinn

Im Zwölf-Marken-Reich des VW-Konzerns geht es auch beim Profit leicht nach vorne. Zwei Prozent Plus stehen markenübergreifend unterm Strich. Für die Spitzenposition reicht das nicht.

Platz 1

Toyota - 16,91 Milliarden Euro Gewinn

Beim Profit kann kein anderer Hersteller den Japanern das Wasser reichen. Im Jahr 2013 steigt der operative Gewinn von Toyota um satte 132 Prozent.

Quelle

Studie von Ernst & Young "Die größten Automobilhersteller weltweit" im April 2014.

Im abgelaufenen Quartal bescherte die verbesserte Wirtschaftslage in Europa und der verstärkte Absatz teurerer Reifen Pirelli einen Gewinnanstieg vor Zinsen und Steuern (Ebit) von knapp 13 Prozent auf 201 Millionen Euro.

Der Umsatz sank hingegen um knapp drei Prozent auf 1,47 Milliarden Euro. Pirelli machte dafür vor allem nachteilige Wechselkurseffekte verantwortlich. Für das Gesamtjahr peilt das Unternehmen weiterhin einen Umsatz von 6,2 Milliarden Euro und einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Konzernumbau-Kosten von 900 Millionen Euro an.

Von

rtr

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