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18.12.2014

10:57 Uhr

Trotz Russlandkrise

Maschinenbauer trotz diplomatischer Eiszeit auf Rekordkurs

Die Staaten, Asien und EU-Handelspartner federn das Ärgste ab: Die deutschen Maschinenbauer merken kaum, dass sie nicht mehr nach Russland liefern können. Auch ohne den Markt schwingen sie sich zu einem Rekordjahr auf.

Die Räder drehen sich auch ohne Russland weiter – diesen Eindruck wollen zumindest die deutschen Maschinenbauer mit ihrem Jahresrückblick erwecken. dpa

Die Räder drehen sich auch ohne Russland weiter – diesen Eindruck wollen zumindest die deutschen Maschinenbauer mit ihrem Jahresrückblick erwecken.

FrankfurtDie deutschen Maschinenbauer sind trotz Russland-Krise auf Rekordkurs. Vor allem dank anziehender Geschäfte in den USA, China und den EU-Partnern sei die Produktion in den ersten zehn Monaten um ein Prozent erhöht worden, sagte der Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Reinhold Festge, am Donnerstag auf der Jahrespressekonferenz in Frankfurt. "Unterm Strich konnten wir 2014 sowohl beim Umsatz mit 212 Milliarden Euro als auch in der Produktion mit 199 Milliarden Euro die bisherigen Rekordmarken von 2008 übertreffen." Damals lagen die Erlöse bei 208 Milliarden Euro und der Produktionswert bei 196 Milliarden Euro.

Die intelligente Fabrik

Forschung in der Smart Factory

Langfristig dürfte die Vision der smarten Technik weit über den Einsatz einzelner Komponenten wie Datenbrillen hinaus gehen. So forschen Dominic Gorecky und seine Kollegen am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in einem Smart Factory-Laboratorium an neuen Technologien und ihrem Einfluss auf die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine.

Produktionssteuerung per Chip

Produktionsmodule verschiedener Firmen lassen sich wie Legobausteine zu einem beliebigen Produktionsprozess kombinieren: Ein Modul fräst etwa eine individuelle Gravur in eine Platte, das nächste Modul setzt ein spezielles Gehäuse auf, ein anderes führt eine Qualitätskontrolle durch. Jedes Produkt kommuniziert mittels RFID-Kennzeichnung mit den Modulen, welcher Prozessschritt ausgeführt werden soll - die zentrale Steuerung wird damit aufgehoben. Um die Flexibilität von Industrie 4.0-Anlagen voll auszuschöpfen, agiert der Menschen als Manager des Gesamtsystems und trifft im Problemfall relevante Entscheidungen.

Noch lange kein Alltag

Bis zur Realisierung von Industrie 4.0 im Arbeitsalltag mit smarten Produktionsanlagen und mehr Freiräumen für Mitarbeiter dauert es laut Experten noch mindestens zehn Jahre. Eines der Hauptprobleme liegt laut Dominic Gorecky darin, dass sich die verschiedenen Maschinen- und Komponentenhersteller bisher nur schwer auf gemeinsame, offene Schnittstellen einigen können. Diese sind aber nötig, um eine umfassende Vernetzung möglich zu machen

Im kommenden Jahr wolle die Branche, zu der neben zahlreichen Mittelständlern börsennotierte Konzerne wie ThyssenKrupp, DMG Mori Seiki und Gea gehören, weiter zulegen, sagte Festge. Er bekräftigte die Prognose, wonach die Produktion 2015 um zwei Prozent zulegen soll. Zu den Risiken gehöre weiter die Russland-Krise. "Hier müssen wir uns auf weitere Rückgänge einstellen, sowohl im direkten Handel mit Russland und der Ukraine als auch in deren Umfeld." In den ersten neun Monaten brachen die Exporte in die Ukraine um ein Drittel und die nach Russland um 16 Prozent ein.

Erstmals seit 1993 sind im Maschinenbau wieder mehr als eine Million Mitarbeiter beschäftigt. Im Oktober waren es 1,011 Millionen - 16.000 mehr als im Vorjahresmonat.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

18.12.2014, 12:04 Uhr



Maschinenbauer trotz diplomatischer Eiszeit auf Rekordkurs

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Wenn die momentane neue Weltaufteilung durchzogen ist...

dann wird man sich mit den Bedürfnisse die dann entstehen konfrontieren müssen..

UND DANN WIRD DER MASCHINENBAU ALS ERSTES DEN AUFSCHWUNG ZU SPÜREN BEKOMMEN...und erst wirkliche Rekord-Umsätze kennen lernen.

Die Fragen bleiben bis dahin folgende :

- Welche Unternehmen haben den Durchhaltevermögen bis dahin ?

- Wer wird die neue Weltmarktführung übernehmen ?

Den wenn die Weltmarktführung danach in kommunistische Systeme und dessen Macht unterliegen...

dann bleibt selbst der Unternehmer einen Sklaven des neuen Ausbeutungssystems.


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