Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

31.07.2012

10:10 Uhr

Trotz schwächelnder Autokonjunktur

Audi bleibt der Goldesel bei VW

Von einer Krise hat der Autohersteller Audi bisher nur wenig in der Bilanz des ersten Halbjahres gespürt - der Konzern verdient prächtig. Damit bleibt die Nobelmarke die wichtigste Ertragsperle im VW-Konzern.

Trotz schwacher Konjunktur laufen die Geschäfte bei Audi nicht schlecht. dpa

Trotz schwacher Konjunktur laufen die Geschäfte bei Audi nicht schlecht.

MünchenAudi trotzt der schwächelnden Autokonjunktur und verdient weiter prächtig. Das operative Ergebnis der VW-Tochter kletterte im ersten Halbjahr um gut 13 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro, der Umsatz legte um mehr als 16 Prozent auf 25 Milliarden Euro zu, wie der Konzern am Dienstag in Ingolstadt mitteilte.

Damit bleibt die Nobelmarke der wichtigste Ertragsbringer für die Wolfsburger Mutter. Die Eckdaten waren bereits seit Vorlage der Halbjahreszahlen von Volkswagen in der vergangenen Woche bekannt. Weltweit verkaufte Audi in den ersten sechs Monaten des Jahres rund 733.237 Autos.

Die größten Autohersteller in Europa

Platz 10

Nissan - 239.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Im Vergleich zum Vorjahr büßen die Japaner Marktanteile ein. Die Zahl der Neuzulassungen schrumpfte um drei Prozent.

Platz 9

Toyota - 295.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Weltweit gehören die Japaner zu den größten Autokonzernen. In Europa stagnieren die Absätze allerdings. Im Vergleich zum Vorjahr wurden ein Prozent weniger Neuwagen verkauft.

Platz 8

Daimler - 349.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Der deutsche Premiumhersteller kann sich freuen: Als einziger Hersteller in der europäischen Top Ten verkauften die Stuttgarter mehr Autos als im Vorjahr. Die Verkäufe legten um ein Prozent zu.

Platz 7

BMW - 421.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Trotzdem kann BMW die Premiumkrone auch in Europa behaupten. Die Münchner verkauften zwar ein Prozent weniger Neuwagen als im Vorjahr - doch das ist immer noch besser als die Konkurrenz.

Platz 6

Fiat - 456.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Die Sorgenfalten von Fiat-Chef Sergio Marchionne dürften zunehmen. Mit einem Minus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr befinden sich die Italiener in einer der tiefsten Absatzkrisen der Unternehmensgeschichte.

Platz 5

Ford - 533.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Auch für den US-Autobauer, dessen größtes Werk in Europa nördlich von Köln liegt, sind die Verkäufe in Europa eingebrochen. 11 Prozent weniger Fahrzeuge wurden an den Mann gebracht.

Platz 4

General Motors - 573.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Die Zahlen sind besorgniserregend. So besorgniserregend, dass zuletzt auch Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke gehen muss. In Europa brachen die Verkäufe des US-Riesen im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent ein.

Platz 3

Renault - 583.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Noch schlimmer trifft es den französischen Autoriesen Renault. Satte 17 Prozent weniger Autos konnten die Franzosen im ersten Halbjahr absetzen. Die Regierung denkt bereits über Staatshilfen für die angeschlagene heimische Autoindustrie nach.

Platz 2

Peugeot/Citroën - 827.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Auch der größte französische Autobauer klagt über Absatzprobleme und kündigte zuletzt an, 8000 Stellen streichen zu wollen. Im ersten Halbjahr schrumpften die Verkäufe um 14 Prozent.

Platz 1

Volkswagen - 1,66 Millionen Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Es ist einsam an der Spitze: Die Wolfsburger deklassieren die Konkurrenz um längen. Im schwierigen europäischen Massenmarkt verliert Volkswagen zwar ein Prozent - doch insgesamt nehmen die Marktanteile zu.

Angesichts der guten Zahlen bestätigte Audi die Ziele für 2012. „Sofern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht weiter eintrüben, rechnen wir trotz höherer Aufwendungen für neue Produkte, Technologien und den Ausbau der Fertigungsstrukturen mit einem Operativen Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres“, teilte Finanzvorstand Axel Strotbek mit.

Audi Q5-Facelift: Das Neue steckt unterm Alu

Audi Q5-Facelift

Das Neue steckt unterm Alu

Nach dreieinhalb Jahren hat Audi sein erfolgreiches SUV namens Q5 einer Überarbeitung unterzogen. Optisch zurückhaltend fanden die großen Veränderungen unter dem Blech statt, - und beim Antrieb.

Eine Messlatte hat Audi bereits gelegt: Im ersten Halbjahr fuhr die VW-Tochter eine operative Umsatzrendite von 11,5 Prozent ein. Erzrivale BMW legt an diesem Mittwoch Zahlen vor.

Von

dpa

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Typo

31.07.2012, 10:29 Uhr

Was soll denn "Audi bei der Goldesel bei VW" heißen?

Qualitaet_statt_Rendite

31.07.2012, 10:44 Uhr

Um weiterhin der Goldesel von VW zu bleiben, sollte die Marke Audi wieder verstärkt auf Qualität statt Rendite setzen.

Der Audi A4 (Bj. 2009) meiner Frau ist leider alles andere als ein Glücksgriff: Der Turbolader ging nach ca. 30.000 km kaputt. Hinzu kamen Kleinigkeiten wie z.B. dass die Bremsleuchte dauerhaft leuchtete auch wenn man das Bremspedal nicht mehr betätigte...

Raffaello

31.07.2012, 10:57 Uhr

also ich arbeite in einem Audi-Autohaus und die Turbolader sind meiner Meinung nach mitunter die besten die es im moment gibt. Leider zeigt sich immer wieder, dass die turbolader nur bei Leuten kaputt gehen, die nicht richtig Auto fahren können oder zu viel wollen.

aber das ist nicht nur bei audi so sondern auch bei anderen marken

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×