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05.02.2014

10:14 Uhr

Trotz Umsatzrückgang

Heidelberger Druck will wieder Gewinn machen

Heidelberger Druck hat im vergangenen Jahr zwar einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen, hat aber auch seinen Verlust minimiert. Am Ende des nächsten Geschäftsjahres will das Unternehmen wieder schwarze Zahlen schreiben.

Mitarbeiter im Werk des Druckmaschinenherstellers Heidelberger Druck: Umsatz fiel von 1,9 Milliarden Euro auf 1,7 Milliarden Euro. dpa

Mitarbeiter im Werk des Druckmaschinenherstellers Heidelberger Druck: Umsatz fiel von 1,9 Milliarden Euro auf 1,7 Milliarden Euro.

HeidelbergDie Rosskur zeigt beim Maschinenbauer Heidelberger Druck Wirkung: Der Konzern schrieb im dritten Quartal seines Geschäftsjahres 2013/14 unter dem Strich schwarze Zahlen und peilt auch für das Gesamtjahr einen Gewinn an. Heidelberger Druck hatte Stellen gestrichen, Kosten gedrückt, das Management umgebaut und margenschwache Aufträge nicht mehr in die Bücher genommen - auch wenn dies Umsatz kostet.

„Heidelberg hat nach neun Monaten bei der Profitabilität deutliche Fortschritte gemacht“, bilanzierte Konzernchef Gerold Linzbach am Mittwoch. Der Umsatz sank zwar in den ersten neun Monaten 2013/14 auf 1,68 (Vorjahr: 1,9) Milliarden Euro, doch stieg das operative Ergebnis (Ebitda) ohne Sondereinflüsse von vier auf 67 Millionen Euro. Der Verlust nach Steuern verringerte sich spürbar von 94 Millionen Euro vor Jahresfrist auf nun noch 40 Millionen Euro. Im dritten Quartal verzeichnete die Firma bei einem Umsatz von 588 Millionen Euro einen Gewinn von sieben Millionen Euro nach 14 Millionen Euro im Jahr zuvor. Analysten hatten indes mehr erwartet und mit einem Umsatz von 635 Millionen Euro und einem Gewinn nach Minderheiten von 10,8 Millionen Euro gerechnet.

Nach anfänglichen Gewinnen drehten die Aktien im SDax ins Minus und notierten zuletzt etwas niedriger. Der Druckmaschinenhersteller sei bei der Entwicklung des Umsatzes und der Profitabilität weiterhin auf einem guten Weg, schrieben die Analysten des Bankhauses Close Brothers Seydler in einem Kommentar.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2012: 3,02 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2012: 3,24 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2012: 4,26 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Knorr-Bremse

Umsatz 2012: 4,3 Milliarden Euro

Das größte Unternehmen für Bremssysteme von Schienen- und Nutzfahrzeugen wurde 1905 gegründet und ist nicht an der Börse notiert. Der Hauptsitz liegt in München.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2012: 4,73 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion Group wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2012: 5,64 Milliarden Euro (Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 4 – Gea

Umsatz 2012: 5,72 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 3 – Voith

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 5,73 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2012: 15,28 Milliarden Euro

Die Linde Group sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 18,59 Milliarden Euro (Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Im Abschlussquartal muss der Konzern nun sein Ergebnis steigern, um auch für das Gesamtjahr die Gewinnzone zu erreichen. Linzbach betonte, Heidelberg sei „weiter zuversichtlich, unser Jahresziel eines Jahresüberschusses zu erreichen.“ Beim Umsatz erwartet Heidelberg nun aber einen Rückgang von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Unternehmen hatte massiv Stellen abgebaut. Zum Jahresende beschäftigte der Konzern noch 12.851 Menschen, per Ende März 2013 waren es noch 13.694 Personen.

Von

rtr

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