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12.03.2014

13:09 Uhr

Trotz Verlust

Konsumforscher GfK plant stabile Dividende

Trotz eines Nettoverlusts im vergangenem Jahr will die Gesellschaft für Konsumforschung seinen Aktionären eine hohe Dividende zahlen. Mit 0,65 Euro je Aktie bleibt die Gewinnbeteiligung für Anteilseigner unverändert.

Deutschlands größter Marktforscher GfK will seinen Aktionären trotz eines Nettoverlusts für 2013 eine unverändert hohe Dividende zahlen. dpa

Deutschlands größter Marktforscher GfK will seinen Aktionären trotz eines Nettoverlusts für 2013 eine unverändert hohe Dividende zahlen.

FrankfurtDeutschlands größter Marktforscher GfK will seinen Aktionären trotz eines Nettoverlusts für 2013 eine unverändert hohe Dividende zahlen. Die Gewinnbeteiligung für die Anteilseigner solle wie im Vorjahr 0,65 Euro je Aktie betragen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. 2013 drückten Abschreibungen auf Firmenwerte das Unternehmen in die roten Zahlen. Unter dem Strich verbuchte die GfK einen Verlust von 42,1 Millionen Euro. Der Umsatz ging auf 1,49 (Vorjahr: 1,51) Milliarden Euro zurück.

Die grössten Fehler der Anleger

Risikotoleranz

Die Neigung, Risiken einzugehen, ist mit zwei demografischen Faktoren verbunden: Geschlecht und Alter. Frauen sind normalerweise vorsichtiger als Männer und ältere Menschen sind weniger bereit, Risiken einzugehen, als jüngere Leute. Die Konsequenzen der Verhaltensökonomik für Anleger sind klar: Wie wir uns bei der Geldanlage entscheiden und wie wir uns bei der Verwaltung unserer Anlage entscheiden, hängt sehr davon ab, wie wir über Geld denken. [...] Sie demonstriert, dass Marktwerte nicht ausschließlich von den gesammelten Informationen bestimmt werden, sondern auch davon, wie menschliche Wesen diese Informationen verarbeiten.

Übertriebene Zuversicht

An sich ist Zuversicht ja keine schlechte Sache. Aber übertriebene Zuversicht ist etwas ganz anderes, und sie kann besonders im Umgang mit unseren Finanzangelegenheiten Schaden anrichten. Übertrieben zuversichtliche Anleger treffen nicht nur für sich selbst dumme Entscheidungen, sondern diese wirken sich auch sehr stark auf den Mark als Ganzes aus.

Kurzfristiges Denken

Menschen [legen] zu viel Wert auf wenige mehr oder wenige zufällige Ereignisse [...] und meinen, sie würden darin einen Trend erkennen. Insbesondere sind Anleger tendenziell auf die neuesten Informationen fixiert, die sie bekommen haben, und ziehen daraus Schlüsse. So wird der letzte Ergebnisbericht in ihrem Denken zum Signal für künftige Gewinne. Und da sie meinen, sie würden etwas sehen, das andere nicht sehen, treffen sie dann aufgrund oberflächlicher Überlegungen schnelle Entscheidungen.

Verlustaversion

Der Schmerz durch einen Verlust [ist] viel größer als die Freude über einen Gewinn. Bei einer 50:50-Wette, bei der die Chancen exakt gleich sind, riskieren die meisten Menschen nur dann etwas, wenn der potenzielle Gewinn doppelt so groß ist wie der potenzielle Verlust. Das nennt man asymmetrische Verlustaversion. [...] Auf den Aktienmarkt bezogen bedeutet dies, dass sich die Menschen beim Verlust von Geld doppelt so schlecht fühlen, wie sie sich gut fühlen, wenn sie einen Gewinn erzielen. Diese Abneigung gegen Verluste macht Anleger übertrieben vorsichtig, und das hat einen hohen Preis. [...] Wir wollen alle glauben, wir hätten gute Entscheidungen getroffen, und deshalb hängen wir zu lange an schlechten Entscheidungen, in der vagen Hoffnung, die Dinge werden sich noch wenden.

Verdrängen

Wir neigen dazu, das Geld geistig auf verschiedene Konten zu buchen, und dies bestimmt, wie wir es verwenden. [...] Zudem wurde die geistige Buchhaltung als Grund angeführt, weshalb Menschen schlecht laufende Aktien nicht verkaufen: In ihren Augen wird der Verlust erst real, wenn sie ihn realisieren.

Quelle: Robert G. Hagstrom, Warren Buffett. Sein Weg. Seine Methode. Seine Strategie., Börsenbuchverlag 2011.

Im laufenden Jahr erwartet die GfK ein moderates Umsatzwachstum von ein bis zwei Prozent und eine leichte Verringerung der Profitabilität: Die operative Umsatzrendite werde zwischen zwölf und 12,5 Prozent liegen – 2013 hatte sie noch 12,7 Prozent betragen. 2015 und 2016 erwartet die GFK dann ein stärkeres organisches Wachstum als der Gesamtmarkt, also einen Gewinn an Marktanteilen. Die Marge soll 2016 zwischen 14 und 15 Prozent liegen.

Von

rtr

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