Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.03.2012

18:50 Uhr

Türkische Pharmafirma

Fresenius schielt auf Mustafa Nevzat

Um die türkische Pharmafirma Mustafa Nevzat scheint ein Bieterwettbewerb ausgebrochen zu sein. Konzernriesen wie GlaxoSmithKline sollen Finanzkreisen zufolge ein Auge auf das Unternehmen geworfen haben.

Eine Mitarbeiterin des Pharmakonzernes GlaxoSmithKline. dpa

Eine Mitarbeiterin des Pharmakonzernes GlaxoSmithKline.

Istanbul/London/FrankfurtZahlreiche große Pharmakonzerne haben Finanzkreisen zufolge ihre Fühler nach dem türkischen Pharmaunternehmen Mustafa Nevzat ausgestreckt. Zu den Bietern gehörten unter anderem die Branchenriesen GlaxoSmithKline aus Großbritannien und Pfizer aus den USA, sagten vier mit dem Prozess vertraute Personen am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Auch der deutsche Gesundheitskonzern Fresenius und die US-Firma Merck & Co. hätten ein Auge auf Mustafa Nevzat geworfen. Alle beteiligten Unternehmen wollten sich nicht dazu äußern.

Mustafa Nevzat beschäftigt 1200 Mitarbeiter und gehört damit zu den größten Pharmaunternehmen in der Türkei. Spezialisiert ist der Konzern unter anderem auf intravenös zu verabreichende Nachahmermedikamente - ähnlich wie die Fresenius-Tochter Kabi. Der Wert des familiengeführten Unternehmens könne sich insgesamt auf rund 800 Millionen Dollar belaufen, sagten mehrere Insider. Die derzeitigen Eigentümer würden am liebsten nur eine Minderheitsbeteiligung verkaufen, die potenziellen Käufer wollten dagegen gerne den gesamten Konzern übernehmen.

Das rege Interesse an Mustafa Nevzat zeigt, wie wichtig für große Pharmakonzerne die Expansion in aufstrebende Schwellenländer geworden ist. Die dortigen Märkte wachsen wesentlich schneller als das Geschäft in Europa und den USA und sind zudem meist weniger stark reguliert.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×