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28.01.2010

19:48 Uhr

Tulsi R. Tanti

„Klimawandel zerstört mehr als die Finanzkrise“

Macht der wachsende Energiebedarf Klimaschutzbemühungen zunichte? Daniel Goffart sprach in Davos mit Tulsi R. Tanti. Der Suzlon-Chef geht davon aus, dass der wachsende Energiebedarf der Schwellenländer aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden muss. Anderfalls würden große Klimaschäden drohen.

Tulsi R. Tanti: "Wir kalkulieren heute nicht ehrlich." ap

Tulsi R. Tanti: "Wir kalkulieren heute nicht ehrlich."

Handelsblatt: Ist der Klimawandel in Davos mehr als ein Alibithema?

Tulsi R. Tanti: Noch wird hier mehr über die Folgen der Finanzkrise geredet. Aber die Manager wissen, dass der Wohlstandsverlust durch den Klimawandel wesentlich größer sein wird. Schon 2020 müssen 20 Prozent der Energieproduktion aus erneuerbaren Quellen kommen, heute sind es global drei Prozent. Wie müssen also eine Revolution schaffen.

Woran hapert es?

Die Technik ist sehr weit, Deutschland ist mit Abstand Weltmarktführer. Aber es fehlt an Liquidität. Die Politik sollte die Banken ermutigen, große Fonds aufzulegen, und wie in Deutschland oder den USA erneuerbare Energien fördern. Und der wachsende Energiebedarf der Schwellenländer muss vor allem aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden, wenn wir furchtbare Klimaschäden vermeiden wollen.

Lässt die Förderung von Öko-Energien die Strompreise steigen?

Wir kalkulieren heute nicht ehrlich, weil wir die Umweltverschmutzung nicht in die Preise einbeziehen. In sechs Jahren ist Wind gegenüber Kohle wettbewerbsfähig. Langfristig werden die Strompreise stabil bleiben, nicht trotz, sondern wegen der erneuerbaren Energien. Sie sind nachhaltig, CO2-frei und auf Dauer sogar billiger.

Von Daniel Goffart

Kommentare (3)

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rainer repke

29.01.2010, 09:33 Uhr

was mich wundert ist, dass unsere Politiker weltweit eins sagen und das Gegenteil tun.

immer noch wird gebaut, gerodet, verdreckt, ausgerottet, was immer im Wege steht.

Gesagt wird: schont die Umwelt......

ich hatte kurzlich einen Polikter Auge zu Auge, der mir sagte: "natuerlich stimmen wir Umweltschutz und Erneuerung zu. Von ganzem Herzen. Und indem ich an meine Kinder und Enkel denke. Nur leider, muss dieser Wald weg. Weil.... der bebauungsplan dafuer bereits vor 3o Jahren genehmigt wurde. Da ist jetzt Nicht mehr zu machen."

So geht das.

Wir sollten global jegliche Rodung verbieten. Und wo immer es geht aufforsten. bodenbedeckung ist eine Klimaanlage. Nichts besseres gibt es. Die Natur (im Gegensatz zum Menschen) weiss, was sie tut.

Leicht gesagt. Richtig gesagt, aber.....siehe oben.

Euer
Rainer

Ralf Sträter

29.01.2010, 14:23 Uhr

ist es sehr verwunderlich, daß der Chef eines Windkraftanlagenherrstellers auf diese Art die Werbetrommel rührt?

Hofmann,M

29.01.2010, 15:41 Uhr

Hier sind Sie wieder...diese Angsteintreiber. Die nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind.

Wir leben ja in einer sooooo schlechten und bösen Welt. Es ging uns jedoch noch nie besser als heut zu Tage!!!
Wir bekommen gesagt, dass das Klima auf unserer Erde etwas gefährliches sei. Das Klima schadet den Menschen sogar.
So ein Schwachsinn!!! Das Klima ist lebensnotwendig für uns Menschen!
Was soll hier das Geschwafel von "furchbaren Klimaschäden"?!
Es muss von Veränderung gespochen werden und nicht von Schäden!!!

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