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09.02.2004

07:42 Uhr

Tumminelli ist Design-Professor an der FH Köln

Viermal smarter und sexy

VonPaolo Tumminelli (Handelsblatt)

Ist der Forfour ein echter Smart? Die Frage erscheint prominent im Internet auf der Seite von Smart und wird – glauben wir dem Ergebnis – in 90 % der Fälle mit „ja“ beantwortet.

KÖLN. Also hat das Entwicklungsteam in Böblingen einen guten Job gemacht. Tatsächlich sieht das Auto wie ein Smart aus: zweifarbiger Körper mit Tridion-Zelle, breite Räder, lächelndes Gesicht, peppige Innenausstattung. Aber so innovativ wie bei den kleineren Brüdern ist das Design-Konzept in diesem Fall nicht. Der Forfour ist zwar stilistisch auffällig und einzigartig, aber in sich ein ziemlich gewöhnlicher 5-türiger Kleinwagen, dem – anders als den kleinen Geschwistern – ein harter Boxkampf im Markt nicht erspart bleiben wird.

Hat er Chancen? Ich meine, ja – aus guten Gründen. In erster Linie wegen des Images. Ich glaube nicht, dass die technische Verwandtschaft mit dem weniger noblen Cousin Mitsubishi für die Käufer eine Rolle spielen wird. Als größter unter den Smarts und kleinster unter den richtigen Mercedes ist der Forfour ein „New Kid On The Block“.

Mit seinem frischen Look ist er definitiv sexyer als Polo, Corsa, Fiesta & Co. Einige wichtige Details, die den größeren Mercedes entnommen wurden und sich spätestens bei der ersten Probefahrt bemerkbar machen, sorgen für ein gutes Gefühl und bestätigen die Besonderheit des Forfour, der übrigens einen Sitzplatz mehr bietet, als sein Name suggeriert – ein Branding-Fehler?

Nur der Mythos Mini wird noch eine Weile unberührt bleiben: In der europäischen Top-Liste von „The Global Brand of the Year“ belegte die britisch-bayerische Marke 2003 Platz 4, Smart nur Platz 41.

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