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11.10.2013

04:18 Uhr

U-Bahn von São Paulo

Siemens ist zu Gespräch über Entschädigung bereit

Siemens zeigt sich gesprächsbereit: S ollten die Vorwürfe der illegalen Preisabsprache beim U-Bahnbau in Brasilien bewiesen werden, will der Konzern über Entschädigungen diskutieren. Noch werden die Vorgänge geprüft.

Siemens ist grundsätzlich zur Entschädigung des brasilianischen Bundesstaats São Paulo bereit. dpa

Siemens ist grundsätzlich zur Entschädigung des brasilianischen Bundesstaats São Paulo bereit.

São PauloSiemens hat sich grundsätzlich zu Gesprächen über die Entschädigung des brasilianischen Bundesstaats São Paulo bereiterklärt, sollte eine von Siemens selbst angezeigte mutmaßliche Kartellbildung von den Behörden bestätigt werden. Das versicherte der Präsident von Siemens do Brasil, Paulo Stark, am Donnerstag vor einem Untersuchungsausschuss in der Stadtverordnetenkammer von São Paulo. Derzeit prüft die Wettbewerbsbehörde allerdings noch den Vorgang, der von Siemens mit einer Selbstanzeige ins Rollen gebracht wurde.

Stark bestätigte erneut, dass Siemens Urheber der Anzeige bei der Wettbewerbsbehörde CADE sei. Wegen des laufenden Verfahren nannte er aber keine Details. Stark sagte einem Untersuchungsausschuss der Stadtverwaltung, Siemens habe Dokumente "zu der möglichen Kartellbildung" übergeben, die nun von den Behörden geprüft werden müssten. Bis die Untersuchung bewiesen habe, dass es "einen illegalen Akt" gab, sei alles "Spekulation", sagte der Manager. Der deutsche Industriekonzern hatte im August nach Einleitung von Ermittlungen und Androhung einer Zivilklage seine volle Kooperation mit den brasilianischen Behörden zugesagt.

Die Behörden verdächtigen Siemens, sich bei der Ausschreibung des Metro-Baus zwischen 1999 und 2009 mit anderen ausländischen Unternehmen abgesprochen zu haben. Der deutsche Konzern hatte den Behörden Medienberichten zufolge zwei Mal Auskünfte dazu verweigert, übergab dem Kartellamt schließlich aber die Unterlagen. Siemens soll sich mit dem französischen Unternehmen Alstom, CAF aus Spanien, Bombardier aus Kanada und Mitsui aus Japan abgesprochen haben.

Über die Höhe des möglicherweise verursachten Schadens gibt es noch keine Erkenntnisse. Nach Recherchen der Deutschen Welle wollte die Staatsanwaltschaft der Elf-Millionen-Stadt zur Aufklärung des Falls bei der Münchner Staatsanwaltschaft um Amtshilfe bitten.

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