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25.07.2011

14:22 Uhr

Überkreuzbeteiligung

Parker erwirbt Anteile von Dürr

Der japanische Industriekonzern Nihon Parkerizing hat 0,4 Prozent der Anteile an Dürr erworben. Dürr hatte sich im Mai mit zehn Prozent an der Nihon-Tochter Parker Engineering beteiligt.

Ralf Dieter, der Vorstandsvorsitzende des Anlagenbauers Dürr, verspricht sich aus der Beteiligung unter anderem Vorteile in Südostasien. Quelle: dpa

Ralf Dieter, der Vorstandsvorsitzende des Anlagenbauers Dürr, verspricht sich aus der Beteiligung unter anderem Vorteile in Südostasien.

StuttgartDer Lackieranlagenbauer Dürr knüpft engere Bande mit seinem japanischen Partner Parker. Der japanische Industriekonzern Nihon Parkerizing habe 0,4 Prozent der Anteile an Dürr erworben, teilte das Unternehmen am Montag mit. Dürr hatte sich im Mai mit zehn Prozent an der Nihon-Tochter Parker Engineering beteiligt, die ebenfalls Lackieranlagen baut. Diese Einnahmen habe Nihon nun vollständig in Dürr-Anteile reinvestiert. Die von den Japanern übernommenen rund 69.000 Aktien steuerte Aufsichtsratschef und Großaktionär Heinz Dürr bei. 

Die Überkreuzbeteiligung sei ein positives Signal, sagte Dürr-Vorstandschef Ralf Dieter. Damit könne die Zusammenarbeit vorangetrieben werden. Mit Hilfe der Partnerschaft will Dürr seine Position in der japanischen Automobilindustrie stärken, in der traditionell japanische Unternehmen das Sagen haben. „Wir versprechen uns unter anderem Vorteile in Südostasien, wo die japanischen Automobilhersteller über hohe Marktanteile verfügen“, sagte Dürr-Chef Dieter. Dürr und Parker stünden mit verschiedenen japanischen Autobauern in Gesprächen über Projekte in Lateinamerika und Japan. 

Parker wurde 1951 gegründet und erzielte im vergangenen Jahr mit 200 Mitarbeitern einen Umsatz von umgerechnet rund 60 Millionen Euro. Damit ist der Dürr-Partner deutlich kleiner als der japanische Hauptwettbewerber Taikisha mit knapp 4000 Beschäftigten. Dürr beschäftigt knapp 6000 Mitarbeiter und setzte 2010 knapp 1,3 Milliarden Euro um.

 

Von

rtr

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