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17.01.2010

18:10 Uhr

Übernahme

Cadbury-Eigner wollen mehr Geld

VonKatharina Slodczyk

Der US-Lebensmittelkonzern Kraft Foods muss sein Gebot für den britischen Süßwarenhersteller Cadbury verbessern. Vergangene Woche hatte Cadbury das Kraft-Gebot als "lächerlich" zurückgewiesen.Es wird erwartet, dass der US-Schokoladenhersteller Hershey in den Bieterwettkampf einsteigt.

Cadbury hatte ein Kraft-Gebot „lächerlich“ zurückgewiesen. Quelle: Reuters

Cadbury hatte ein Kraft-Gebot „lächerlich“ zurückgewiesen.

LONDON. Große Anteilseigner des britischen Schokoladenherstellers Cadbury erhöhen den Druck auf Kraft Foods. Der US-Lebensmittelkonzern müsse seine Übernahmeofferte für Cadbury aufbessern. "Zu den bisherigen Konditionen werden wir unsere Aktien nicht verkaufen", hieß es am Wochenende übereinstimmend von zwei der größten Investoren. Kraft bietet bislang 10,4 Mrd. Pfund (umgerechnet 11,7 Mrd. Euro) für die britische Traditionsmarke und damit 765 Pence je Aktie. Einige der wichtigen Cadbury-Aktionäre fordern zwischen 850 und 900 Pence je Anteilsschein. Am vergangenen Freitag schlossen Cadbury-Aktien mit 793,5 Pence.

"Das, was Kraft bislang zahlen will, spiegelt nicht den wahren Wert von Cadbury wider", teilte Legal & General Investment Management mit. Die Investmentgesellschaft hält gut fünf Prozent der Cadbury-Anteile. Ähnlich äußerte sich Franklin Resources: "Das, was Kraft bietet, liegt deutlich unter dem eigentlichen Wert von Cadbury", sagte ein Manager der Investmentgesellschaft der Nachrichtenagentur Bloomberg. Franklin Resources ist mit 7,7 Prozent an Cadbury beteiligt. Nach britischen Übernahmeregeln muss Kraft seine endgültige Offerte spätestens am morgigen Dienstag vorlegen. Bis Ende der Woche können noch andere Interessenten ein Angebot für Kraft abgeben.

Der US-Schokohersteller Hershey will nach Informationen des "Wall Street Journals" Kraft überbieten und den Cadbury-Deal mit einem Zehn-Milliarden-Dollar-Kredit finanzieren. Nach anderen Medienberichten sucht Hershey Partner aus dem Private-Equity-Sektor. Kraft hat bereits vor mehr als einer Woche sein Angebot leicht aufgebessert und den Baranteil erhöht. Er macht aber weiterhin weniger als die Hälfte der gebotenen Summe aus. Kraft-Großinvestor Warren Buffett warnte, der Konzern dürfe nicht zu viel für Cadbury zahlen. Buffett hat sich daher auch dagegen ausgesprochen

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