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05.01.2011

17:31 Uhr

Übernahme durch ACS

Hochtief kann wohl nicht mehr auf BaFin hoffen

Der gegen die Übernahme durch ACS kämpfende Baukonzern Hochtief kann wohl nicht auf die Hilfe der Finanzaufsicht BaFin hoffen. Zwar untersuche die Behörde die Rolle des US-Finanzinvestors Southeastern Asset Management bei dem Deal. Doch es sei nicht davon auszugehen, dass das ACS-Angebot für Hochtief komplett ungültig sei, teilte die BaFin mit.

Hochtief-Fahne in Essen: Keine Hoffnung auf die BaFin. DAPD

Hochtief-Fahne in Essen: Keine Hoffnung auf die BaFin.

HB DÜSSELDORF. Der spanische Angreifer ACS wird bei seinen Plänen für die Übernahme des Essener Bauriesen Hochtief aller Voraussicht nach nicht in letzter Minute durch die Finanzaufsicht BaFin gestoppt werden.

Zwar untersuche die Finanzaufsicht BaFin die Rolle des US-Finanzinvestors und Hochtief - sowie ACS-Großaktionärs Southeastern Asset Management. Es sei jedoch derzeit nicht davon auszugehen, "dass das ACS-Angebot für Hochtief in Gänze für ungültig erklärt werden könnte", sagte eine Sprecherin der Aufsichtsbehörde am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters.

Zu Details wollte sie sich nicht äußern. Eine ACS-Sprecherin betonte, der spanische Konzern habe sich nicht mit anderen Hochtief-Aktionären abgesprochen und sich an deutsche Gesetze gehalten. Ein Hochtief-Sprecher lehnte einen Kommentar ab.

Southeastern kommt im seit Monaten andauernden Übernahmekampf um Hochtief eine Schlüsselrolle zu. Der Investor hatte angekündigt, ACS im Rahmen des Übernahmeangebots rund zwei Millionen seiner Hochtief-Aktien andienen zu wollen. Die Spanier hatten damit fast alle benötigten Aktien in der Tasche, um die angestrebte Hürde von 30 Prozent der Hochtief-Anteile überspringen zu können.

Southeastern hatte Ende August erklärt, mehr als fünf Prozent der Hochtief-Aktien zu halten. Im September hatte ACS angekündigt, eine Übernahmeofferte für Hochtief vorzubereiten. An ACS ist Southeastern mit rund 5,05 Prozent beteiligt.

Kommentare (1)

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Achillesienne

06.01.2011, 20:19 Uhr

bei den Übernahmebemühungen der Porsche AG i.S. VW mischte sich die bR (Nds MP Wulff und bK Merkel)ein und beharrte auf die Gültigkeit des VW-Gesetzes.
Zwecks Übernahmeabwehr sollte man ein Hochtief-Gesetz schaffen. Wird hier mit zweierlei Maß gemessen??? Mit 24,9% und keinen Zehntelprozentpunkt mehr für ACS wäre Hochtief geholfen, die Selbstständigkeit zu erhalten. Was ich für besser halte.

Aber Merkel schnarcht weiter.

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