Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.03.2011

12:55 Uhr

Übernahme

Großunternehmer kauft Chemie-Spezialisten

Warren Buffett schlägt wieder zu: Der Star-Investor übernimmt den Chemiekonzern Lubrizol. Für das Unternehmen ist dies ein wichtiger Vertrauensbeweis.

Warren Buffet übernimmt den Chemie-Spezialisten Lubrizol. Sein Privatvermögen wird auf 50 Milliarden Dollar geschätzt. Quelle: Reuters

Warren Buffet übernimmt den Chemie-Spezialisten Lubrizol. Sein Privatvermögen wird auf 50 Milliarden Dollar geschätzt.

Bangalore

Der US-Starinvestor Warren Buffett hat seine angekündigte Großwildjagd begonnnen und übernimmt für neun Milliarden Dollar den amerikanischen Chemikalien-Spezialisten Lubrizol. Die am Montag bekanntgegebene Übernahme ist eine der größten in der Geschichte seiner Investmentfirma Berkshire Hathaway. Lubrizol stellt unter anderem Schmierstoffe für Maschinen her sowie Zusätze für Motoren-Öle, Pflegeprodukte, Medikamente und Beschichtungen. Damit konkurriert das Unternehmen aus dem Bundesstaat Ohio auch mit Fuchs Petrolub aus Mannheim. Lubrizol-Aktien reagierten vorbörslich mit einem Kurssprung von 27 Prozent auf die Übernahme.

"Lubrizol ist genau die Art von Unternehmen, mit der wir uns gerne zusammenschließen", teilte Buffett mit. Die Einigung sehe einen Kaufpreis von 135 Dollar je Lubrizol-Aktie vor, was einem Aufschlag von rund 28 Prozent zum Schlusskurs vom Freitag entspricht. Berkshire Hathaway übernimmt zudem Schulden in Höhe von rund 700 Millionen Dollar.

Lubrizol hat weltweit 6900 Mitarbeiter und soll weiter vom bisherigen Konzernchef James Hambrick geführt werden. Die Wurzeln des Unternehmens gehen in die 1870er Jahre zurück. Nach überzeugenden Quartalszahlen hatte sich Lubrizol im Februar zuversichtlich gezeigt, zunehmend von der Erholung der Weltwirtschaft profitieren zu können.

Berkshire hatte zuletzt Ende 2009 eine ähnlich große Übernahme getätigt: Für 26 Milliarden Dollar kaufte das Unternehmen damals die Bahngesellschaft Burlington Northern Santa Fe. Buffett hatte Ende Februar eine Jagd auf Übernahmeziele eröffnet.

"Unser Elefantengewehr wurde nachgeladen und mein Finger am Abzug juckt", schrieb der 80-Jährige in seinem jährlichen Brief an die Aktionäre seines Unternehmens. Die Kasse von Berkshire ist mit 38 Milliarden Dollar prall gefüllt. Der nach der Forbes-Liste zweitreichste Mann in den USA sieht vor allem in seinem Heimatland Chancen für Rekordinvestitionen und großen Zukäufe.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×