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04.01.2010

08:31 Uhr

Übernahme

Novartis gibt 28 Milliarden Dollar für Alcon aus

Der Pharmakonzern Novartis kauft vom Lebensmittelhersteller Nestle die Mehrheit an Alcon. Der Deal hat einen Wert von 28 Milliarden Dollar und ist damit die größte Übernahme in der Healthcare-Branche. Und Nestle hat nun reichlich Geld in der Schatulle, um kräftig zuzukaufen.

Novartis legt 50 Milliarden auf den Tisch ap

Novartis legt 50 Milliarden auf den Tisch

HB ZÜRICH. Der Schweizer Pharmakonzern Novartis will mit der Übernahme des amerikanischen Alcon-Konzerns für rund 50 Mrd. Dollar Weltmarktführer im Bereich Augenheilkunde werden. Den größten Teil an Alcon kann Novartis in der Nachbarschaft vom Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestle erwerben.

Bereits 2008 waren sich die beiden Konzerne im Grundsatz über die Transaktion einig geworden und Novartis hatte damals 25 Prozent an Alcon übernommen. Nun kommen weitere 52 Prozent für rund 28 Mrd. Dollar hinzu, wie Novartis am Montag mitteilte. Das ganze Paket von 77 Prozent sei 38,5 Mrd. Dollar wert.

Die bei freien Aktionären liegenden restlichen 23 Prozent will Novartis ebenfalls kaufen und bietet dafür 2,8 eigene Aktien pro Alcon-Titel. Den Wert dieses Paketes gab Novartis mit 11,2 Mrd. Dollar an. Novartis will Alcon mit seinem eigenen Augenheilkundegeschäft zusammenlegen. Die vollständige Übernahme würde den Konzern insgesamt knapp 50 Milliarden Dollar kosten.

Der Schweizer Spezialist für Augenheilkunde mit den Sparten Augenchirurgie, Spezialmedikamente und Augenpflegemittel soll Novartis Marktzugang verbessern. Novartis verspricht sich insbesondere durch das steigende Durchschnittsalter der Bevölkerung, Innovationen und der Nachfrage in Schwellenländern Wachstumschancen. „Die Übernahme von Alcon wird unser Gesundheitsportfolio und unsere Position in der Augenheilkunde strategisch verstärken“, sagte Vorstandschef Daniel Vasella. Zudem kommt Novartis seinem lanfristigen Ziel ein großes Stück näher, einer der weltweit größten Player der Healthcare-Branche zu werden.

Manager zeigte sich zuversichtlich, dass die restlichen Alcon- Aktionäre die Offerte annehmen werden. Größere Stellenstreichungen sieht er nach dem Schulterschluss nicht. Neue Stellen dürften wegfallende kompensieren.

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