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29.06.2015

14:37 Uhr

Übernahme von Dresser-Rand

EU gibt Siemens grünes Licht

Die EU-Kommission macht den Weg für den Kauf des US-Unternehmens Dresser-Rand durch Siemens frei. Die Brüsseler Behörde wird die Übernahme ohne Auflagen durchwinken. Der Deal soll demnach 7,8 Milliarden Dollar kosten.

Siemens kann ohne Auflagen den US-Turbomaschinenhersteller Dresser-Rand übernehmen. AFP

Siemens

Siemens kann ohne Auflagen den US-Turbomaschinenhersteller Dresser-Rand übernehmen.

MünchenSiemens darf den amerikanischen Kompressoren- und Turbinenhersteller Dresser-Rand ohne Auflagen übernehmen. Wie die EU-Kommission am Montag mitteilte, genehmigte sie den milliardenschweren Kauf, ohne von dem Münchner Technologiekonzern Zugeständnisse zu verlangen. Reuters hatte dies bereits Anfang Mai unter Berufung auf Insider berichtet. Die Brüsseler Behörde sah keine negativen Auswirkungen auf den Wettbewerb.

Die Kartellwächter hatten zunächst Bedenken geäußert, dass Siemens nach dem Kauf nur noch GE als Konkurrent bei Turbokompressoren und einigen Zugkomponenten gegenüberstehe. Nach einer vertieften Analyse kam die EU-Kommission zum Ergebnis, dass die Produktpaletten von Siemens und Dresser-Rand weitgehend komplementär sind.

Der Münchner Konzern bekräftigte, nach Vorliegen aller behördlichen Genehmigungen solle der Erwerb bis Ende Juni abgeschlossen werden. Siemens zahlt 85,20 US-Dollar je Aktie plus einen zeitabhängigen Zuschlag von 2,20 Dollar. Der Gesamtkaufpreis für den Erwerb aller ausstehenden Aktien und die Übernahme von mehr als 1,2 Milliarden Dollar Schulden beträgt demnach rund 7,8 Milliarden US-Dollar (rund 7,0 Milliarden Euro). Zur Finanzierung der größten Übernahme in der Konzerngeschichte hatte sich Siemens die Rekordsumme von 7,75 Milliarden Dollar am Kapitalmarkt besorgt.

Siemens zufolge soll die Börsennotierung von Dresser-Rand an der New York Stock Exchange zum Juli 2015 erlöschen. Das Geschäft des US-Unternehmens werde mit der Kompressor-Einheit und dem Service-Geschäft von Siemens eine neue Einheit in der Division Power and Gas bilden. Geführt wird sie vorübergehend vom Dresser-Rand-Chef Vincent Volpe, am 1. September soll der langjährige Dresser-Rand-Manager Christopher Rossi den Posten übernehmen. Finanzchef wird der Siemens-Manager Heribert Stumpf. Ab dem Jahr 2019 erwartet Siemens durch die Übernahme von Dresser-Rand jährliche Einsparungen von rund 200 Millionen Euro.

Von

rtr

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