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06.05.2011

14:17 Uhr

Übernahmeangebot

Rolls Royce will nicht von Tognum lassen

Rolls-Royce pokert weiter um den Motorenbauer Tognum und betont, auf den Zukauf nicht angewiesen zu sein. Das bisherige Angebot von Rolls-Royce liegt unter dem aktuellen Kurs der Tognum-Aktie.

Ein MTU Motor der Tognum AG. Quelle: ap

Ein MTU Motor der Tognum AG.

London Im Poker um den Motorenbauer Tognum spielt Mitbieter Rolls-Royce auf Zeit. Der britische Triebwerkshersteller machte am Freitag deutlich, dass er trotz bislang ablehnender Haltung des Tognum-Vorstands von der geplanten Übernahme gemeinsam mit Daimler nicht ablassen will.

Zugleich demonstrierte Rolls-Royce Gelassenheit mit dem Hinweis, auf die Transaktion nicht zwingend angewiesen zu sein. "Wir bleiben zuversichtlich, dass wir im kommenden Jahrzehnt unsere Umsätze allein durch organisches Wachstum verdoppeln können", erklärte Konzernchef John Rishton.

Daimler und Rolls-Royce bieten den Tognum-Aktionären insgesamt 3,2 Milliarden Euro oder 24 Euro je Aktie. Dieser Preis liegt unter dem aktuellen Kurs von mehr als 26 Euro und ist der Tognum-Führung zu wenig. Sie empfiehlt den Anteilseignern, die noch bis einschließlich 18. Mai laufende Offerte nicht anzunehmen. Eine Aufstockung lehnen die beiden Bieter bisher aber ab.

Rolls-Royce spürt derzeit insbesondre die starke Nachfrage aus den Schwellenländern, die etwa die Hälfte des umgerechnet 68 Milliarden Euro schweren Orderbuchs ausmacht. Aussichten auf eine weltweite Markterholung bestärken das Management in seiner Erwartung, in diesem Jahr einen höheren Vorsteuergewinn zu erzielen als die 2010 erreichten 955 Millionen Pfund. Auch die neuen Flugzeugprogramme der Kunden Boeing (787) und Airbus (A350) nähren Analysten zufolge Hoffnungen auf wachsende Gewinne.

Von

rtr

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