Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.04.2017

19:09 Uhr

Übernahmekampf

Gericht gibt Grammer neue Hoffnung

Der Autozulieferer Grammer kommt in der Übernahmeabwehr gegen Hastor weiter. Durch ein Gerichtsurteil bekommt der Zulieferer Unterstützung eines Partners. Die Mitarbeiter müssen weiter um ihre Arbeitsplätz bangen.

Die Investorenfamilie Hastor will den Vorstandschef ablösen und die Kontrolle im Aufsichtsrat des Autozulieferers übernehmen. Grammer bekommt nun von einem chinesischen Partner Hilfe. dpa

Grammer

Die Investorenfamilie Hastor will den Vorstandschef ablösen und die Kontrolle im Aufsichtsrat des Autozulieferers übernehmen. Grammer bekommt nun von einem chinesischen Partner Hilfe.

AmbergDer Autozulieferer Grammer hat im Streit mit dem bosnischen Großaktionär Hastor einen Etappensieg errungen. Das Landgericht Nürnberg-Fürth setzte eine einstweilige Verfügung außer Kraft und ermöglicht es den Bayern damit, neue Aktien an den chinesischen Konkurrenten Ningbo Jifeng auszugeben, wie Grammer am Dienstag mitteilte.

Mit den Anteilen des „weißen Ritters“ aus China von gut neun Prozent hätte der Grammer-Vorstand auf der Hauptversammlung am 24. Mai bessere Chancen, den Angriff der Unternehmer-Familie Hastor abzuwehren, die hinter dem Autozulieferer Prevent steht. Von Hastor war am Dienstag zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Autozulieferer Grammer: Beschäftigte protestieren gegen Investor Hastor

Autozulieferer Grammer

Beschäftigte protestieren gegen Investor Hastor

Die Arbeiter beim Autozulieferer Grammer wehren sich gegen die Übernahmepläne der Investorenfamilie Hastor. Die hält bis zu 30 Prozent, will den Vorstandschef ablösen, die Kontrolle im Aufsichtsrat und mehr Gewinn haben.

Die Hastors hatten angekündigt, Grammer-Chef Hartmut Müller stürzen und fünf Aufsichtsräte durch eigene Leute ersetzen zu wollen. Die Familie hält inzwischen mehr als 20 Prozent an Grammer. Das könnte bei der üblichen niedriger Präsenz reichen, um ihre Vorstellungen auf der Hauptversammlung durchzusetzen. Prevent war im vergangenen Jahr durch einen öffentlichen Streit mit dem Autobauer Volkswagen bekannt geworden. Die Auseinandersetzung hatte zeitweise die Produktion in Wolfsburg lahmgelegt.

Um Ningbo Jifeng den Einstieg zu ermöglichen, hatte der oberpfälzische Hersteller von Armlehnen, Kopfstützen oder Mittelkonsolen eine Wandelanleihe über 60 Millionen Euro an die Chinesen ausgegeben, die zeitnah in Aktien getauscht werden soll. Die Hastors argumentierten, dass das nicht geschehen dürfe, ehe der Einstieg beim Kartellamt angemeldet sei. Laut Grammer hat das Bundeskartellamt bestätigt, dass der Vorgang nicht bei der Behörde angemeldet werden musste, weil nicht alle relevanten Umsatzschwellen erreicht würden.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×