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05.01.2010

16:39 Uhr

Übernahmekampf

Kraft bietet mehr Bares für Cadbury

VonKatharina Slodczyk, Susanne Schier

Der amerikanische Lebensmittelkonzern Kraft Foods hat sein Übernahmeangebot für den britischen Schokoladenhersteller Cadbury nachgebessert. Kraft will die Aktionäre mit einem höheren Bargeldanteil zum Verkauf ihrer Anteile bewegen. Das kündigte das Unternehmen am Dienstag an.

Kraft ante portas: Die Cadbury-Fabrik bei Birmingham. Quelle: dpa

Kraft ante portas: Die Cadbury-Fabrik bei Birmingham.

LONDON/DÜSSELDORF/NEW YORK. Der Gesamtwert der Offerte von 10,3 Mrd. Pfund (umgerechnet 11,5 Mrd. Euro) ändert sich damit nicht. Mehr als die Hälfte davon will Kraft offenbar nach wie vor mit eigenen Aktien bezahlen.

Das zusätzliche Bargeld, mit dem der Konzern jetzt die Cadbury-Investoren lockt, stammt aus dem Verkauf seiner nordamerikanischen Tiefkühlpizza-Sparte. Der Schweizer Nahrungsmittelhersteller Nestlé übernimmt dieses Geschäft für 3,7 Mrd. Dollar (2,6 Mrd. Euro), wie das Unternehmen gestern ebenfalls bekanntgab.

Nestlé kauft lieber Tiefkühlpizza als Cadbury-Schokoriegel

Gleichzeitig erteilte Nestlé allen Gerüchten eine Absage, dass das Unternehmen in den Übernahmekampf um Cadbury einsteigen könnte. Diese waren Anfang der Woche angeheizt worden, nachdem Nestlé den Verkauf seiner Pharmatochter für 28,1 Mrd. Dollar (20 Mrd. Euro) verkündet hatte.

Analysten hatten spekuliert, die Schweizer könnten gemeinsam mit dem amerikanischen Schokoladenhersteller Hershey für Cadbury bieten und so Kraft ausstechen. Ob Hershey allein dazu in der Lage ist, bezweifeln Marktbeobachter massiv. Kraft bleibt daher im Moment der einzige und auch aussichtsreichste Bieter.

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