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04.01.2011

07:24 Uhr

Übernahmekampf mit ACS

Hochtief hofft auf BaFin als Retter in letzter Minute

VonGeorg Weishaupt

Hochtief steht kurz vor der Niederlage im Übernahmekampf gegen ACS. Denn alle erwarten, dass die Spanier heute das Erreichen der 30-Prozent-Schwelle beim Baukonzern verkünden werden. Dennoch gibt Hochtief nicht auf.

Hochtief-Mitarbeiter protestiert gegen Übernahme durch ACS: Der Baukonzern wehrt sich bis zuletzt. Quelle: DAPD

Hochtief-Mitarbeiter protestiert gegen Übernahme durch ACS: Der Baukonzern wehrt sich bis zuletzt.

DÜSSELDORF. Deutschlands größter Baukonzern setzt seine letzte Hoffnung darauf, dass das Übernahmeangebot der Spanier von der Börsenaufsicht BaFin für ungültig erklärt wird. Der Vorwurf: Der US-Fonds Southeastern Asset Management SEAM und ACS hätten heimlich kooperiert. So hätten beide vor dem Start der Übernahmefrist abgesprochen, dass der Fonds einen beträchtlichen Teil seiner Hochtief-Aktien in ACS umwandelt. "Dafür gibt es einige Hinweise", ist aus Hochtief-Kreisen zu hören.

Wenn ACS gemeinsam mit SEAM schon vorher die 30-Prozent-Schwelle überschritten hätte, würde ein Pflichtangebot für alle Aktionäre von Hochtief fällig. Damit würde die Übernahme deutlich teurer. Um genau das zu vermeiden, hatte ACS den Aktionären ein freiwilliges Übernahmeangebot unterbreitet, das aber unattraktiv ist.

Die Hochtief-Seite sieht mehrere Punkte, die das heimliche gemeinsame Vorgehen von SEAM und ACS, ein sogenanntes "acting in concert", belegen sollen. So hat der US-Fonds, erst kurz bevor ACS sein Übernahmeangebot ankündigte, seinen Anteil an Hochtief noch einmal auf über 3,6 Millionen Aktien erhöht.

Außerdem sah das SEAM-Management noch Anfang Dezember den "wahren" Wert der Aktie bei 95 Euro. Aber dann war der Fonds bereit, die Hälfte seiner rund vier Millionen Hochtief-Aktien zu einem deutlich niedrigeren Kurs zu tauschen. Darüber hinaus habe sich ACS nach der Erhöhung des Angebots am 15. Dezember "zuversichtlich" gezeigt, die 30-Prozent-Schwelle zu überschreiten. Schon einen Tag später kündigte der US-Fonds an, die Hälfte seiner Aktien zu tauschen. Die BaFin will sich zu den Vorwürfen nicht äußern. "Wir geben dazu kein offizielles Statement ab", sagte ein Sprecher. Aus Kreisen der Behörde ist aber zu hören, dass "wir den Vorwurf kennen". Ob die BaFin die Vorwürfe auch ernst nimmt, ist offen.

Erfolgreich war ACS in der Heimat. Der Baukonzern stockte seine Beteiligung am Energiekonzern Iberdrola von 15 auf 20,2 Prozent auf. Auch Iberdrola wehrt sich gegen eine stärkere Einflussnahme von ACS.

Kommentare (1)

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Dann hofft mal schön.....

04.01.2011, 09:17 Uhr

Wenn man sieht wie die bafin die Sofin und der Rest der ehrenwerten Gesellschaft versagt haben, bewusst oder unbewusst, dann geht nach hause und denkt über die Zeit danach nach. Alles was euch jetzt erzählt wird und jede Versprechung die ihr erhalten werdet, macht euch umso enttäuschter nach dem ihr geschluckt wurdet. ihr könnt auch davon ausgehen, dass ACS Hochtief zerschlagen wird und sich nur die Rosinen rauspickt. Was dass heisst brauche ich ja wohl keinem erklären, Oder?

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