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13.05.2014

16:30 Uhr

Übernahmekampf

Valeant erhöht Milliarden-Offerte für Botox-Hersteller

Sie wollen den Deal unbedingt – und er ist ihnen einiges wert: Das kanadische Unternehmen Valeant will sein bereits etliche Milliarden schweres Übernahmeangebot an die Aktionäre von Allergan noch einmal aufstocken.

Das ist der Grund, weshalb sich andere Pharma-Konzerne um Allergan reißen: Das Mittel Botox, das wie hier im kosmetischen Bereich unter anderem gegen Falten eingesetzt wird. AFP

Das ist der Grund, weshalb sich andere Pharma-Konzerne um Allergan reißen: Das Mittel Botox, das wie hier im kosmetischen Bereich unter anderem gegen Falten eingesetzt wird.

BangaloreDas kanadische Unternehmen Valeant will sein bislang 47 Milliarden Dollar schweres Übernahmeangebot für den kalifornischen Botox-Hersteller Allergan aufstocken. „Wir planen unsere Offerte zu verbessern, um unser Engagement zu zeigen, diesen Deal zum Abschluss zu bringen“, erklärte Valeant-Chef Michael Pearson am Dienstag in einem Brief an die Allergan-Aktionäre.

Die kanadische Pharmafirma war mit seiner bisherigen Offerte bei Allergan abgeblitzt. Erst am Montag hatte sie der Verwaltungsrat des Botox-Produzenten als zu niedrig abgelehnt. Bei Anlegern kam die Aussicht auf eine höhere Offerte gut an: Allergan-Aktien legten an der Wall Street rund ein Prozent zu.

Das Valeant-Management will seine neuen Vorschläge am 28. Mai erläutern. Das Unternehmen werde aber finanziell diszipliniert bleiben, erklärte Pearson. Der Konzern aus Quebec hatte sich mit Allergan-Großinvestor Bill Ackmann zusammengetan und war im April mit seinem Übernahmeplan vorgeprescht. Bislang bietet Valeant den Allergan-Aktionären 48,30 Dollar in bar plus 0,83 Valeant-Aktien je Allergan-Papier. Allergan hatte unter anderem die hohe Aktienkomponente als Risiko für die eigenen Anteilseigner gewertet. Denn nach Ansicht von Allergan ist unklar, wie die Wachstumsperspektiven von Valeant langfristig aussehen.

Die Kanadier sind schon seit einiger Zeit groß auf Einkaufstour. Erst im vergangenen Jahr hatte Valeant den Kontaktlinsen-Hersteller Bausch & Lomb geschluckt. Bei einer Übernahme von Allergan hatte Valeant Einsparungen von 2,7 Milliarden Dollar jährlich in Aussicht gestellt - auch in der Forschung sollen die Kosten sinken.

Von

rtr

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