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26.02.2017

17:06 Uhr

Übernahmekandidat

Stada lässt Bieter in die Bücher schauen

VonMaike Telgheder

Der Pharmakonzern Stada steht zum Verkauf. Drei Kaufinteressenten dürfen nun in die Bücher des Unternehmens schauen. Möglicherweise werden sie ihre Angebote noch einmal aufbessern.

Das Werk des Pharmakonzerns Stada im hessischen Bad Vilbel. dpa

Pharmakonzern Stada

Das Werk des Pharmakonzerns Stada im hessischen Bad Vilbel.

FrankfurtDer vor einer möglichen Übernahme stehende Arzneimittel-Hersteller Stada gibt den drei potentiellen Kaufinteressenten seit dem Wochenende die Möglichkeit, in die Bücher des Unternehmens zu schauen. Wie Stada am Samstag mitteilte, wolle man sicherstellen, dass alle potenziellen Bieter den gleichen Informationsstand sowie die gleiche Gelegenheit erhalten, ihre Pläne für das Unternehmen zu präsentieren. Zu diesem Zweck wurde ein Datenraum eingerichtet und die Kaufinteressenten zu einem mehrstufigen Prüfungsprozess – der so genannten Due Dilligence - eingeladen.
Derzeit haben die Finanzinvestoren Advent, Cinven und Bain Capital Interesse an Stada bekundet. Advent war vergangenen Donnerstag vorgeprescht und hatte ein verbindliches Übernahmeangebot für Stada über mehr als 3,6 Milliarden Euro vorgelegt. Advent bietet 58 Euro je Aktie und die Dividende für 2016: Das Angebot ist laut Stada aber bis zum heutigen Montag befristet.
Die Rivalen Bain Capital und Cinven haben bisher nur unverbindliche Angebote über 58 und 56 Euro je Aktie avisiert. Nach Informationen aus Finanzkreisen wollen sie erst genaueren Einblick in die Bücher von Stada haben, bevor sie ein verbindliches Gebot abgeben.

Stada teilte am Samstag außerdem mit, dass der Verkaufsprozess auch anderen Interessenten weiterhin offenstehe. Dass Unternehmen will mit dem strukturierten Verkaufsprozess und dem Einblick in die Bücher erreichen, dass möglicherweise noch ein höherer Kaufpreis geboten wird. Zum anderen wollen Vorstand und Aufsichtsrat des Unternehmens die strategischen Konzepte der Interessenten prüfen sowie deren Bereitschaft, „Schutzmechanismen für die Stakeholder“, also etwa die Beschäftigen, zu gewähren, wie es in der Mitteilung heißt.
Aus Sicht der Gewerkschaft hat die Sicherung der 1300 Arbeitsplätze in Deutschland und auch der Arbeitsbedingungen Priorität, wie Alexander Wiesbach, Betriebsbetreuer der Gewerkschaft IG BCE für Stada, der Deutschen Presseagentur am Wochenende sagte.

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