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17.01.2007

16:17 Uhr

Übernahmeversuch Scania

Investor stellt Bedingung an MAN

Der schwedische Scania-Aktionär, der einer Fusion des Lkw-Bauers mit MAN kritisch gegenüber steht, könnte sich einem Zeitungsbericht zufolge eine Übernahme vorstellen – unter einer Bedingung. Doch die dürfte MAN gar nicht schmecken.

HB FRANKFURT. Im Ringen um eine Lastwagen-Allianz fordert der schwedische Scania-Aktionär Investor AB einem Zeitungsbericht zufolge die Ausgliederung von Teilen des MAN-Konzerns. Wie die schwedische Zeitung „Dagens Nyheter“ am Mittwoch unter Berufung auf eine mit der Situation vertraute Person berichtete, drängte Investor am Montag bei dem Gespräch mit Scanias größtem Aktionär Volkswagen und mit MAN darauf, das Maschinenbau-Geschäft des Münchner Konzerns samt Dieselmotorensparte nicht in einen künftigen Zusammenschluss einzubringen. Hinter Investor steht die schwedische Industriellenfamilie Wallenberg.

„Es wäre sehr negativ für Scania als reiner Lkw-Hersteller, in einen Mischkonzern niedrigerer Qualität einzusteigen“, wurde die Person zitiert. „Diese Art von Deal ist so schon schwer genug. Wenn man die anderen MAN-Geschäftsfelder hinzunähme, würde sich der Fokus des Zusammenschlusses verschieben.“ Die Zeitung berichtete weiter, bei dem Treffen seien auch die anderen Haupthindernisse für den Deal - der Preis für Scania und die Führungsfrage - nicht aus dem Weg geräumt worden.

Scania und Investor hatten das MAN-Übernahmeangebot in Höhe von gut zehn Mrd. Euro von Anfang an als feindlich abgelehnt. Der Volkswagen-Konzern, der sowohl bei Scania als auch bei MAN größter Aktionär ist, wies die Offerte in der vergangenen Woche zurück, strebt aber eine einvernehmliche Lösung an. VW will in einen möglichen Zusammenschluss auch die eigene Lkw-Produktion einbringen.

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