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30.10.2015

09:27 Uhr

Überraschendes Gewinnplus

China-Deals treiben Airbus an

Es sind gute Tage für Airbus: In China verkauft der Luftfahrtkonzern zunächst 130 Flugzeuge, jetzt steigt überraschend der Gewinn. Und die Rüstungssparte hat den nächsten Deal mit der Volksrepublik schon eingefädelt.

Rückenwind für Flugzeugbauer

Geldregen für Aktionäre: Airbus-Dividende soll steigen

Rückenwind für Flugzeugbauer: Geldregen für Aktionäre: Airbus-Dividende soll steigen

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München/HefeiDie große Nachfrage nach Linienflugzeugen verleiht Airbus Schub. Im dritten Quartal zog der Betriebsgewinn um zwölf Prozent an auf 921 Millionen Euro, wie der europäische Luftfahrtkonzern am Freitag mitteilte. Analysten hatten mit einem Rückgang gerechnet.

Unter dem Strich sprang der Überschuss sogar um 42 Prozent auf 376 Millionen Euro nach oben. Das Unternehmen kündigte einen Aktienrückkauf im Umfang von einer Milliarde Euro an. Auch beim Umsatz übertraf Airbus mit einem Anstieg um sechs Prozent auf 14,07 Milliarden Euro die Erwartungen.

A320 und A330 für die Volksrepublik: Was hinter dem Airbus-Milliardendeal in China steckt

A320 und A330 für die Volksrepublik

Was hinter dem Airbus-Milliardendeal in China steckt

Die chinesische Luftfahrt wächst. Weil sich immer mehr Chinesen eine Flugreise leisten können, rüsten die Airlines auf. Davon profitiert jetzt der europäische Hersteller Airbus – dank einer Großbestellung aus Peking.

Vorstandschef Tom Enders bekräftigte die Jahresziele, wonach Umsatz, Gewinn und Dividende zulegen sollen. „Wir sind auf Kurs, unsere Prognose für das Geschäftsjahr zu erreichen.“ Zudem kündigte er eine Produktionsaufstockung beim Verkaufsschlager A320 an.

Mitte 2019 sollen 60 Maschinen dieses Typs pro Monat gebaut werden, sagte Enders. Reuters hatte am Donnerstag von Insidern erfahren, dass Airbus die Produktion aufstocken will und sich darauf mit seinen wichtigsten Zulieferern geeinigt hat. Bisher stellt der Flugzeugbauer rund 42 Maschinen des Typs A320 im Monat her. Geplant war bislang, die Produktion ab dem ersten Quartal 2017 auf 50 Flugzeuge zu erhöhen.

Für die Aufstockung auf 60 Maschinen weitet Airbus seine Produktion in Hamburg aus. Dort soll eine vierte Produktionslinie für den Mittelstreckenjet A320 entstehen. In Hamburg-Finkenwerder hat Airbus sein größtes deutsches Werk, der Standort war schon bei der Flugschau in Le Bourget im Juni für eine Produktionsausweitung im Gespräch.

Wo Airbus Flugzeuge zusammenbaut

Vier Werke

Der größte europäische Flugzeughersteller Airbus baut in vier großen Produktionswerken auf drei Kontinenten Flugzeuge zusammen. Die Hauptproduktionsstätten.

Toulouse

Am Stammsitz von Airbus in der südfranzösischen Stadt mit mehr als 21 000 Beschäftigten in der Region werden auf mehreren Fertigungslinien die A320, A330, A350 und A380 endmontiert. Für die A320-Familie gibt es zwei Endmontagelinien.

Hamburg-Finkenwerder

Das Hamburger Werk in Finkenwerder ist mit 12 700 Beschäftigten die größte Produktionsstätte von Airbus in Deutschland. Für die Flieger der A320-Familie werden hier nicht nur Teile produziert, es gibt auch drei Endmontage-Linien. Eine vierte Linie soll in Hamburg entstehen, wenn die Produktion des Erfolgsschlagers A320 mehr als ohnehin geplant ausgeweitet wird. Auch an anderen Airbus-Programmen wie dem weltgrößten Passagierflugzeug A380 ist Hamburg beteiligt.

Tianjin

2008 eröffnete Airbus ein Werk als Joint Venture in der chinesischen Hafenstadt Tianjin. Dort werden von mehr als 400 Mitarbeitern ebenfalls Flugzeuge der A320-Familie montiert.

Mobile

Mit der Fertigungsstätte im US-Staat Alabama will Airbus dem Erzrivalen Boeing noch mehr Konkurrenz machen. Im Frühjahr 2016 soll dort der erste auf dem 470 000 Quadratmeter großen Areal montierte Mittelstreckenjet der A320-Familie ausgeliefert werden. 1000 Arbeitsplätze sind dort geplant.

Quelle: dpa

Konkurrent Boeing hatte bereits angekündigt, ab 2018 pro Monat 52 Maschinen vom Typ 737 statt der bisherigen 42 zu bauen.

Airbus bekräftigte, trotz der Triebwerksprobleme bei der A320neo-Erprobung seien Zulassung und erste Auslieferungen weiterhin im vierten Quartal 2015 vorgesehen. Das A380-Programm sei „auf Kurs, 2015 die Gewinnschwelle zu erreichen“. Von Januar bis September zog das Betriebsergebnis des Luftfahrtkonzerns um acht Prozent auf 2,8 Milliarden Euro an. Unterm Strich schoss der Gewinn in den ersten neun Monaten um 36 Prozent nach oben, auf 1,9 Milliarden Euro.

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