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20.04.2011

09:49 Uhr

Überschwemmungen

Produktionsausfälle beim Bergbaukonzern BHP

Vondpa

Die verheerenden Überschwemmungen in Australien haben zu kräftigen Produktionsausfällen beim weltgrößten Bergbaukonzern BHP Billiton geführt. Trotzdem steuert der Konzern auf einen Rekordgewinn zu.

Der Bergbaukonzern BHP Billiton fährt die Gewinne mit dem Schaufelbagger ein. Quelle: Reuters

Der Bergbaukonzern BHP Billiton fährt die Gewinne mit dem Schaufelbagger ein.

MelbourneDie Schäden des weltgrößten Bergbaukonzern BHP Billiton durch die Überschwemmungen in Australien sind verheerend: Die Förderung der für die Stahlerzeugung wichtigen Kokskohle ging in den ersten drei Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 Prozent auf 6,67 Millionen Tonnen zurück, wie die Gesellschaft am Mittwoch in Melbourne mitteilte. 

Immer noch gelte in vielen BHP-Minen im Bundesstaat Queensland Ausnahmezustand. Das werde sich auch im weiteren Jahresverlauf auf Umsatz und Kosten auswirken, warnte das Management. Kokskohle ist nach Eisenerz der zweitgrößte Umsatzbringer bei BHP. Auch Konkurrent Rio Tinto musste große Produktionsrückgänge hinnehmen. Da parallel die Preise für Kokskohle kräftig gestiegen sind, dürfte BHP im Ende Juni auslaufenden Geschäftsjahr trotzdem glänzen. Analysten rechnen mit einem Rekordgewinn. 

Die Förderung von Eisenerz baute der australisch-britische Rohstoffkonzern zwischen Januar und März dagegen weiter aus. Der Konzern förderte 33,2 Millionen Tonnen, sieben Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit steuert er auf ein neuen Rekord hin. Dagegen ging die Ölförderung des Konzerns um vier Prozent zurück. Dabei wirkten weiter Verzögerungen bei der Förderung im Golf von Mexiko aus. Dort hatte die US-Regierung nach der Katastrophe vor einem Jahr ein Moratorium verhängt. BHP warnte, dass auch im kommenden Geschäftsjahr die Ölförderung sinken dürfte.

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