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20.01.2010

07:57 Uhr

Uhrenhersteller

Bei Swatch geht es spürbar aufwärts

VonTorsten Riecke

Beim weltgrößten Uhrenhersteller Swatch hat sich das Geschäft im zweiten Halbjahr 2009 erholt. Im Gesamtjahr blieb ein bereinigter Umsatzrückgang von 8,1 Prozent auf 5,42 Mrd. Franken (3,69 Mrd. Euro), teilte der Schweizer Konzern am Mittwoch überraschend mit. Im ersten Halbjahr hatte die Finanzkrise zu einem Rückgang des Umsatzes um 15,3 Prozent geführt.

Swatch-Geschäft in New York: Rekordumsatz im Dezember. ap

Swatch-Geschäft in New York: Rekordumsatz im Dezember.

ZÜRICH Nach dem Luxusgüterhersteller Richemont meldet sich auch der Uhrenkonzern Swatch mit starken Geschäftszahlen zurück. „Wir hatten einen phänomenalen Rekordmonat im Dezember“, teilte das Schweizer Unternehmen gestern mit. Das zweite Halbjahr ist damit wesentlich besser gelaufen als die ersten sechs Monate 2009. Für das laufende Jahr erwartet Swatch, dass sich das solide Umsatzwachstum angetrieben von der wieder erstarkten Nachfrage fortsetzt.

Anfang der Woche hatte bereits Richemont die Trendwende auf dem Markt für Uhren und Schmuck eingeläutet. Der Nachfrageschub kommt vor allem aus dem asiatisch-pazifischen Raum mit Hongkong und China an der Spitze. Swatch-Chef Nick Hayek jr. sieht aber auch in anderen Regionen der Welt Anzeichen der Besserung. „Die Leute konsumieren wieder“, sagte er. Lediglich in den USA gebe es noch eine gewisse Zurückhaltung.

Von Analysten wird das Comeback der Uhrenindustrie bestätigt: „Das sind starke Zahlen“, kommentierte Alesandro Migliorini vom Brokerhaus Helvea die Ergebnisse von Swatch. „2010 kann für die Gruppe ein Jahr mit deutlichem Wachstum im Uhren- und Schmucksegment werden.“ Die Sparte ist mit einem Umsatzanteil von gut 80 Prozent das Kerngeschäft der Schweizer. Migliorini erwartet, dass sich der Konzerngewinn von geschätzten 685 Mio. Franken im vergangenen Jahr auf fast 800 Mio. Franken erhöhen wird. In der zweiten Jahreshälfte 2009 haben sich die Margen bereits spürbar verbessert. Die Umsätze sind dagegen im Gesamtjahr um rund acht Prozent zurückgegangen. Ohne Währungseffekte betrug der Rückgang gut sechs Prozent. Durch seine Aufholjagd im Uhrensegment ist es dem Konzern gelungen, der Konkurrenz Marktanteile abzujagen.

Olympia sorgt für weiteren Schub

Weniger gut läuft das Geschäft mit elektronischen Systemen. Hier ging der Umsatz auf vergleichbarer Basis um 14,5 Prozent zurück. Allerdings zeichnet sich auch hier eine Besserung ab: Im vierten Quartal nahmen die Bestellungen wieder zu. Noch nicht angekommen ist der Aufschwung dagegen in der Produktion. Stornierte Aufträge für Uhrwerke und Komponenten ließen die Erlöse um fast 18 Prozent in die Knie gehen.

Eine zusätzliche Anschubhilfe für die Spitzenmarke Omega erhofft sich Swatch von den Olympischen Winterspielen in Vancouver. Dort werden die Zeiten der Athleten vor einem Millionenpublikum aus aller Welt von Omega-Uhren gemessen.

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