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19.01.2011

07:31 Uhr

Uhrenhersteller

Swatch erreicht neuen Rekord beim Umsatz

2010 war kein leichtes Jahr für Swatch. Zwar zog die Konjunktur spürbar an, aber der starke Schweizer Franken machte dem Uhrenhersteller das Leben schwer. Dennoch erzielte Swatch einen Rekordgewinn und knackte eine lange gejagte Marke.

Swatch hat ein Rekordjahr hingelegt. Quelle: ap

Swatch hat ein Rekordjahr hingelegt.

HB ZÜRICH. Schweizer Luxus-Uhren sind in aller Welt weiterhin heiß begehrt. Der Marktführer Swatch steigerte 2010 seinen Umsatz um knapp 19 Prozent auf 6,44 Milliarden Franken (knapp fünf Milliarden Euro) und rechnet auch für dieses Jahr mit einem dynamischen Wachstum. Ohne den starken Franken wären die Einnahmen des größten Uhrenherstellers der Welt sogar um knapp 22 Prozent gestiegen.

Aber auch so übertraf der Umsatz den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2008 um acht Prozent. Besonders gut lief das Geschäft in Asien, in Zentraleuropa und im Mittleren Osten. Vor allem die Nachfrage nach Luxusuhren habe deutlich zugenommen, erklärte der Konzern am Mittwoch. Swatch stellt neben den gleichnamigen Uhren auch Edel-Marken wie Glashütte und Breguet sowie Schmuck her.

Der Trend des letzten Jahres setzt sich 2011 fort. Im Januar stieg der Umsatz in Lokalwährungen erneut mit einem zweistelligen Prozentsatz. Swatch will weiter in die Erhöhung der Produktionskapazitäten und den Ausbau des Vertriebs investieren und im Frühjahr neue Produkte auf den Markt bringen.

Die positive Markteinschätzung von Swatch wird auch von Konkurrenten wie Richemont, Tiffany und Burberry geteilt. Der Richemont-Konzern, der in Euro rechnet und den starken Franken nicht so spürt, steigerte den Umsatz im dritten Quartal seines Geschäftsjahres 2010/2011 um rund ein Drittel.

Genaue Gewinnzahlen will Swatch Ende Februar vorlegen. Der Konzern erwartet nach eigenen Angaben aber eine verbesserte Betriebsgewinn-Marge und einen über den 763 Millionen Franken des Vorjahres liegenden Reingewinn.

Der Swatch-Umsatz habe sich eine Spur besser entwickelt als der Markt erwartet habe, erklärte Kepler-Analyst John Cox. Auch die Januar-Zahlen seien positiv. Konzerchef Nick Hayek hatte zum Jahresende vor den schädlichen Auswirkungen des starken Frankens auf die Schweizer Wirtschaft gewarnt. Ein dämpfender Währungseffekt auf den Swatch-Umsatz sei zu erwarten gewesen, erklärte Bernstein-Analyst Luca Solca.

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