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02.05.2014

07:34 Uhr

Ukraine-Krise

US-Chefs sagen Russland-Tour ab

Nicht alle machen in Sachen Russland weiter wie bisher. Klaus Kleinfeld, Chef des Aluminiumherstellers Alcoa, hat eine Teilnahme beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg abgesagt. Auch andere wollen nicht hingehen.

Klaus Keinfeld, Chef des US-Aluminiumherstellers Alcoa: Auf Druck der Regierung sagte er eine Reise nach St. Petersburg ab. Reuters

Klaus Keinfeld, Chef des US-Aluminiumherstellers Alcoa: Auf Druck der Regierung sagte er eine Reise nach St. Petersburg ab.

New YorkKlaus Kleinfeld, Ex-Siemens-Chef und derzeit an der Spitze des US-Aluminiumherstellers Alcoa, nimmt wegen der Ukraine-Krise doch nicht am Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg teil. Auf Bitten der US-Regierung werde Alcoa auf dem Forum über seine höchsten russischen Manager vertreten sein, teilte Alcoa am Donnerstag mit. „In Anbetracht der Anforderungen der US-Regierung hat Alcoa seine Teilnahme angepasst“, hieß es in einem E-Mai-Statement des Unternehmens wörtlich.

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg mit Bezug auf eine informierte Person haben Finanzminister Jacob Lew and Präsident Barack Obamas Beraterin Valerie Jarrett vor dem Hintergrund der sich zuspitzenden Unruhen in der Ostukraine die Führungskräfte von US-Firmen angerufen, um sie von der Teilnahme an dem Forum abzuhalten. Sie hätten gesagt, dass ihre Teilnahme kein gutes Signal senden würde.

Jay Carney, Pressesprecher des Weißen Hauses, bestätigte, dass die Regierung in Kontakt mit Firmenchefs wegen des Forums ist, wollte aber keine näheren Informationen geben.

Das Forum unter Schirmherrschaft des russischen Präsidenten Wladimir Putin, das vom 22. bis zum 24. Mai stattfindet, gilt als eines der wichtigsten, jährlich ausgerichteten Treffen von Führungskräften aus Wirtschaft und Politik in Russland.

Wie Bloomberg weiter unter Bezug auf informierte Personen meldet, werde wohl auch Lloyd Blankfein, Chef der US-Bank Goldman Sachs wahrscheinlich nicht an dem Forum teilnehmen. Auch James Gorman, Chef von Morgan Stanley, werde seine Pläne verwerfen. Ebenfalls abgesagt haben Visa-Chef Charlie Scharf, Pepsi-Chefin Indra Nooyi und Citigroup-Chef Michael Corbat.

Seit dem 6. März hat US-Präsident Obama Sanktionen über 45 Menschen verhängt, darunter viele enge Vertraute von Putin. Zudem sind 19 Firmen von den Sanktionen betroffen, darunter russische Banken. Unter anderem wurden Vermögenswerte eingefroren und Reisesperrungen verhängt.


Kommentare (4)

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02.05.2014, 09:36 Uhr

US-Chefs sagen Russland-Besuche ab.
Ist diese Absage auf freiwilliger Basis entstanden, oder wurde diese Entscheidung durch die US-Regierung erzwungen?
Ich hoffe nur, dass diese Herren bei der nächsten Schweinerei der USA dieselbe Haltung einnehmen wie gegen Russland.

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02.05.2014, 12:10 Uhr

endlich wurden 2 Namen gefunden die der Propanganda-Richtung entsprechen. Gäbe es diese nicht müsste man notfalls welche erfinden.

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02.05.2014, 12:35 Uhr

Eine Hand wäscht die andere, nach dem Motto: "Geben und nehmen", was bekommt Herr Kleinfeld dafür???

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