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23.01.2006

09:41 Uhr

Umfassender Umbau

Renault-Chef Ghosn krempelt Konzern um

Der neue Renault-Chef Carlos Ghosn plant nach Informationen der Handelsblatt-Partnerzeitung „La Tribune“ eine umfassende Neu-Organisation des Konzerns nach Regionen. Der Automobilhersteller soll künftig über die Absatz-Regionen Frankreich, Europa und Latein-Amerika gesteuert werden. Die einzelnen Regionen-Einheiten werden künftig für ihre Teil-Ergebnisse verantwortlich sein und bekommen von Ghosn klare Rentabilitätsvorgaben. Die Details will der Renault-Chef heute mit den Gewerkschaften diskutieren.

ali PARIS. Es ist das erste Mal, dass Details von Ghosns Drei-Jahres-Plan für Renault durchsickern. Den Plan will der Renault-Chef zusammen mit den Jahresergebnissen am 9. Februar vorstellen. Mit der geplanten Neuorganisation beendet Ghosn die bislang etwas undurchsichtige Gewinn-Kommunikation, wie sie in der Autoindustrie üblich ist. So werden zwar die Absatzzahlen pro Region veröffentlicht, nicht aber der Ergebnis-Beitrag.

Mit der verstärkten Transparenz über die Gewinnentwicklung in den Regionen erhöht Ghosn den Druck auf die Verantwortlichen. So hat sich der Konzern-Chef erst jüngst unzufrieden mit den Ergebnissen aus Argentinien und Brasilien gezeigt.

Beobachter halten die regionale Neuorganisation für umso wichtiger, da Renaults Absatz außerhalb Europas stetig zulegt. Dagegen verdient Renault den Großteil des Gewinns im Heimatmarkt.

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