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13.08.2011

12:25 Uhr

Umfrage

Euro-Krise trifft große Unternehmen besonders

Laut einer Umfrage sind Firmen mit über 50 Millionen Euro Jahresumsatz bereits zu einem Drittel „eher negativ“ beziehungsweise „sehr negativ“ von der Euro-Krise betroffen. Dabei treffe es die produzierende Industrie besonders.

Die produzierende Industrie: Bereits jedes fünfte Industrieunternehmen klagt über negative Folgen der europäischen Schuldenkrise. Quelle: dpa

Die produzierende Industrie: Bereits jedes fünfte Industrieunternehmen klagt über negative Folgen der europäischen Schuldenkrise.

BerlinDie europäische Schuldenkrise wirkt sich vor allem auf größere Unternehmen negativ aus. Firmen mit über 50 Millionen Euro Jahresumsatz seien bereits zu einem Drittel „eher negativ“ beziehungsweise „sehr negativ“ von den Börsenturbulenzen betroffen, wie eine am Samstag veröffentlichte Umfrage von IW-Consult ergab. 

Besonders spüre die produzierende Industrie die Krise: Gut jedes fünfte Industrieunternehmen klage bereits jetzt über negative Folgen. Weniger Auswirkungen hätten Unternehmen im Dienstleistungssektor gemeldet: Nur knapp elf Prozent der befragten industrienahen Dienstleister fühlten sich negativ betroffen. 

IW-Consult, eine Tochtergesellschaft des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), befragte im Auftrag der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und der „Wirtschaftswoche“ 753 Unternehmer.

Von

dapd

Kommentare (2)

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no.7

13.08.2011, 21:06 Uhr

Damit ist hüther jetzt schon widerlegt. er hatte in den letzten tagen behauptet, die wirtschaft brumme und es gebe keine negativen folgen. zum börsencrah meinte er, das alles sei nicht nachvollziehbar. das wachstum werde anhalten. Dabei sacken sämtliche PMI-Indizes weiter ab. Die rezessionsgefahr soll geleugnet werden.

Stolpersteine

14.08.2011, 12:42 Uhr

Große Unternehmen investieren auch dramatisch hohe Milliardenbeträge in ausländische Fabriken in den Zielmärkten. Ob Investitionen so ausreichend für Inlandsfabriken zur Verfügung stehen ... ist eine große offene Frage. Die Exportfrage wird so langfristig schwieriger, da die inländischen Werke deutlich in Konkurrenz zu den ausländischen Werken stehen. Weltweit entsteht auch das Risiko von Überkapazitäten. Welchem Werk dann eine Produktionsmarge dann zugestanden wird ... wird eine umkämpfte Entscheidung werden.
Nach volkswirtschaftlicher Logik fragt niemand. Deutschland geht ... wenn es nicht aupasst ... den Weg Englands und der USA. Stetige Deindustrialisierung und stetig anwachsende Importe. Bis zum Stand "Griechenlands" ist es jedoch ein weiter Weg.

Auch schwächt die EU-Schuldenübernahme auch für deutsche Steuerzahler den eigenen Schuldenabtragungswegs. Auch das ist hoch ärgerlich und in der Bedeutsamkeit noch schwierig absehbar.

Die Zukunft wird durch die Deindustrialierungs- und Deinvestmaßnahmen in Deutschland noch holpriger werden.

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