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21.01.2005

11:15 Uhr

Umsatz im 3. Quartal um neun Prozent gestiegen

Weihnachtsgeschäft beflügelt Richemont

Der weltweit zweitgrösste Luxusgüterkonzern hat seinen Umsatz im dritten Quartal 2004/05 um stattliche 9 Prozent gesteigert. Damit hat Richemont in dem vom Weihnachtsgeschäft geprägten Zeitraum stärker als von Analysten zugelegt.

HB ZÜRICH. Dabei bremste die Dollarschwäche das Wachstum sogar: Zu konstanten Wechselkursen erhöhte sich der Umsatz um 13 %. Der Konzern produziert in Europa und rechnet in Euro ab, erzielt aber einen Grossteil seiner Umsätze im Dollar-Raum.

In Europa bestätigten sich die Zeichen einer Erholung im Tourismus, teilte das Unternehmen am Freitag weiter mit. Der für Richemont grösste Markt hatte sich im ersten Halbjahr nur moderat entwickelt. Im dritten Quartal betrug das Umsatzplus sowohl in Euro als auch zu konstanten Wechselkursen zwölf Prozent. In Japan, wo das Wachstum im ersten Semester ähnlich wie in Europa gelahmt hatte, wurden die guten Verkäufe zum Teil durch die Yen-Schwäche konterkariert. Das Umsatzplus betrug neun Prozent zu konstanten Wechselkursen aber nur fünf Prozent in Euro.

Die Nachfrage in der Region Asien-Pazifik blieb mit plus 16 % zu konstanten Wechselkursen stark, so Richemont. In China schnellte der Umsatz um 49 % nach oben, ausgehend allerdings von einer tiefen Basis.

Die Region Amerika brachte es zu konstanten Wechselkursen auf ein Umsatzplus von 15 %. In der Schmucksparte, zu der die bei weitem umsatzstärkste Marke Cartier zählt, erzielte Richemont einen Umsatzzuwachs von sieben Prozent in Euro beziehungsweise zwölf Prozent zu konstanten Wechselkursen.

Die Nummer eins auf dem Luxusgütermarkt, die französische LVMH, hatte für die letzten drei Monate 2004 einen Umsatzanstieg von 2,2 % ausgewiesen. Ohne Akquisitionen und Währungseffekte hatte das Wachstum sieben Prozent betragen. Für 2005 hatte sich LVMH trotz der Währungseffekte optimistisch gezeigt und von fühlbarem Umsatz- wie Gewinnwachstum gesprochen.

Richemont teilte weiter mit, dass Isabelle Guichot, CEO von Van Cleef & Arpels und Lancel, das Unternehmen Ende Januar verlässt.

An der knapp behaupteten Börse stiegen die Richemont-Aktien im Eröffnungshandel um 0,7 % auf 37,10 sfr. Analysten hatten mit einem Umsatzanstieg zwischen fünf und sieben Prozent und zu konstanten Wechselkursen zwischen acht und elf Prozent gerechnet. Der Dollar hat in der entsprechenden Periode gegenüber dem Euro knapp zehn Prozent nachgegeben. Das Geschäftsjahr von Richemont endet mit März.

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