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10.02.2005

16:50 Uhr

Umsatz- und Gewinnerwartungen gesenkt

Autozulieferer Beru rudert zurück

Der schwäbische Autozulieferer Beru senkt seine Umsatz- und Gewinnerwartungen. Der warme Winter und das schwache Geschäft mit Reifendruck-Kontrollsystemen haben einen Strich durch die Rechnung gemacht.

HB FRANKFURT. Statt eines operativen Gewinns vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 59 Mill. € werde Beru im laufenden Geschäftsjahr 2004/05 (zum 31. März) nur gut 56 (Vorjahr: 53,4) Mill. € erwirtschaften, teilte der Dieseltechnik-Konzern am Donnerstag in Ludwigsburg mit. Dazu kommen fünf Mill. € Kosten für die Abfindung eines Vorstands und für die Vorbereitungen der Übernahme durch den US-Autozulieferer BorgWarner, so dass das Ebit insgesamt niedriger ausfallen dürfte als die 2003/04 erzielten 53,4 Mill. €.

Der Umsatz werde nur um mehr als zehn Prozent statt um über 13 % zulegen, teilte Beru mit. Hauptgrund dafür sei ein hinter den Erwartungen zurückgebliebener Abruf von Systemen zur automatischen Reifendruck-Kontrolle durch die Autohersteller. Mit den Kontrollsystemen will sich Beru ein neues Geschäftsfeld aufbauen und hat dafür unlängst einen Großauftrag erhalten, der aber erst im nächsten Geschäftsjahr anläuft und dann 15 bis 20 Mill. € zum Umsatz beitragen soll. Das warme Wetter habe zudem das Ersatzteilgeschäft im dritten Quartal beeinträchtigt.

Auch mit der Sanierung der französischen Zündkerzen-Tochter Eyquem kommt Beru offenbar nicht wie erwartet voran. Ihr Beitrag zum Ergebnis liege unter den Erwartungen, hieß es. Im November hatte BorgWarner von den Beru-Großaktionären, der Familie Birkel und dem Finanzinvestor Carlyle, 63 % an dem Ludwigsburger Unternehmen gekauft. Ein Übernahmeangebot an die übrigen Aktionäre stößt bisher auf wenig Resonanz. Eine zweite Annahmefrist lief am Donnerstag ab.

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