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04.02.2004

14:15 Uhr

Umsatzanstieg 2004 geplant

Medigene senkt Verlust

Das deutsch-amerikanische Biotechnologie-Unternehmen Medigene hat den Jahresverlust im schwierigen Geschäftsjahr 2003 dank gesunkener Kosten verringert. Das Minus in der Kasse übersteigt den Konzernumsatz - der ebenso schrumpfte - allerdings immer noch um ein Vielfaches.

HB FRANKFURT. Für 2004 kündigte die in Martinsried bei München ansässige Medigene am Mittwoch aber einen Umsatzsprung an, der wesentlich aus erstmaligen Erlösen durch die Vermarktung eines Krebsmittels resultieren soll. Im kommenden Jahr will das Unternehmen dann die Gewinnschwelle erreichen.

Nach vorläufigen Zahlen habe 2003 der Verlust vor Steuern und Zinsen (Ebit) 29 Mill. € betragen nach einem Minus von 32 Mill. € im Jahr davor, teilte die im Prime Standard der Börse gelistete Medigene mit. Der Jahresfehlbetrag habe sich auf 31 (Vorjahr: 39) Mill. € reduziert. Der Umsatz sank jedoch zugleich auf knapp zwei (drei) Mill. €. Der Barmittelbestand werde Ende 2004 voraussichtlich zehn noch Mill. € betragen - zum 31. Dezember habe Medigene über gut 21 Mill. € verfügt.

Für 2004 rechnet Medigene mit einem deutlichen Umsatzanstieg auf acht Mill. €. In diesem Jahr sollen erstmals Erlöse aus der Vermarktung des Krebsmittels Eligard erzielt werden. Das Präparat soll nach Angaben von Konzernchef Peter Heinrich in der ersten Jahreshälfte auf den Markt kommen. „Die Vorbereitung laufen auf Hochtouren - Mitte 2004 ist ein guter Indikator“, sagte er. Nach früheren Angaben rechnet Medigene etwa zwei bis drei Jahre nach dem Marktstart mit Jahresumsätzen bei Eligard zwischen 50 und 100 Mill. €.

Das Produkt vermarktet die japanische Pharmafirma Yamanouchi. Hauptkonkurrenten seien die japanische Takeda und die schwedisch-britische AstraZeneca. Eligard ähnliche Mittel generieren den Angaben zufolge jährliche Umsätze von rund 500 Mill. €. Takeda und AstraZeneca setzten je 200 Mill. € pro Jahr mit ihren entsprechenden Produkten um, sagte Heinrich.

Neben Umsätzen aus der Zusammenarbeit mit Yamanouchi setzt Medigene auch auf eine Vermarktungskooperation für Polyphenon. Der Wirkstoff Polyphenon zur Behandlung von Genitalwarzen soll voraussichtlich 2005 zur Zulassung in den USA eingereicht werden. „Wir rechnen mit der Markteinführung 2006“, sagte Heinrich.

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