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24.10.2013

14:39 Uhr

Umsatzeinbruch

K+S-Rivale Potash kappt Gewinnprognose

Die Preise am Kalimarkt sind im Keller. Am weltgrößten Düngemittelhersteller Potash geht das nicht spurlos vorbei. Die Gewinne und der Umsatz sind eingebrochen. Die Unsicherheit am Markt ist weiterhin vorhanden.

Die Potash-Konzernzentrale in Saskatoon, Kanada: Der weltgrößte Düngemittelhersteller bekommt den Preisverfall am Kalimarkt empfindlich zu spüren Reuters

Die Potash-Konzernzentrale in Saskatoon, Kanada: Der weltgrößte Düngemittelhersteller bekommt den Preisverfall am Kalimarkt empfindlich zu spüren

WinnipegDer weltgrößte Düngemittelhersteller Potash bekommt den Preisverfall am Kalimarkt mit einem Umsatz- und Gewinneinbruch empfindlich zu spüren. Viele Kunden seien nach dem überraschenden Ende des osteuropäischen Handelskonsortiums Belarusian Potash (BPC) verunsichert und hielten sich mit Aufträgen zurück, teilte der kanadische Rivale des deutschen Branchenprimus K+S am Donnerstag mit.

Der Gewinn fiel im dritten Quartal um fast 45 Prozent auf 356 Millionen Dollar, die Erlöse sank um 29 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar. Daraufhin schraubte das Unternehmen seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr zurück. Die in New York notierte Potash-Aktie fiel vorbörslich 1,4 Prozent und zog auch das K+S-Papier um 0,5 Prozent nach unten.

Das sind die größten Chemieunternehmen Deutschlands

Platz 10

Das Ranking der umsatzstärksten deutschen Chemieunternehmen eröffnet Beiersdorf. Die Hamburger sind vor allem als Kosmetikhersteller mit Nivea und Co. bekannt. Umsatz 2012: 6,0 Milliarden Euro.

Platz 9

Die Lanxess AG ist ein Ableger von Bayer. Der Spezialchemie-Konzern machte 2012 einen Umsatz von 9,1 Milliarden Euro. Das reicht für den neunten Platz.

Platz 8

Das Chemie- und Pharmaunternehmen Merck KGaA mit Sitz in Darmstadt kommt auf Rang acht der Rangliste. 2012 erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von 11,2 Milliarden Euro.

Platz 7

Der Essener Konzern Evonik hat im Jahr 2012 einen Umsatz von 13,6 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das reicht für Platz sieben.

Platz 6

Boehringer Ingelheim ist das zweitgrößte forschende Pharmaunternehmen in Deutschland. Der Umsatz 2012: 14,7 Milliarden Euro.

Platz 5

Der Spezialgase-Spezialist Linde kommt auf den fünfte Rang der umsatzstärksten deutschen Chemieunternehmen. 2012 lag der Umsatz bei 15,3 Milliarden Euro.

Platz 4

Henkel kommt auf den vierten Platz der Rangliste. Der Düsseldorfer Konzern ist vor allem bekannt für Persil-Waschmittel und Pritt-Kleber. Der Umsatz 2012: 16,5 Milliarden Euro.

Platz 3

Das Medizintechnik- und Gesundheitsunternehmen Fresenius ist einer der größten Krankenhausbetreiber Deutschlands. Das Bad Homburger Unternehmen erzielte einen Umsatz von 19,3 Milliarden Euro (inklusive Pharma).

Platz 2

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer ist die deutsche Nummer zwei. Der Umsatz 2012 betrug 39,8 Milliarden Euro (inklusive Pharma).

Platz 1

BASF ist das weltweit größte Chemieunternehmen. Die Ludwigshafener haben im Jahr 2012 einen Umsatz von 78,7 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Der russische Kaliproduzent Uralkali hatte im Juli das gemeinsam mit dem weißrussischen Staatskonzern Belaruskali betriebene Handelskonsortium BPC aufgekündigt. Dies hatte den weltweiten Kali-Markt erschüttert und Unsicherheit unter Produzenten und Kunden geschürt. Weltmarktführer Uralkali begründete seinen Schritt damit, seinen Absatz vor allem in den Schwellenländern steigern zu wollen und dafür auch niedrigere Preise in Kauf zu nehmen. Dies schickte die Kali-Preise auf Talfahrt.

Potash konnte im dritten Quartal im Schnitt nur 307 Dollar je Tonne verlangen und damit 28 Prozent weniger als vor einem Jahr. BPC hatte bislang mit seinem nordamerikanischen Pendant Canpotex um die Branchengrößen Potash, Mosaic und Agrium zuvor die Preise diktiert.

Von

rtr

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