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28.10.2014

13:26 Uhr

Umsatzplus

Anlagenbauer Gea reduziert Schuldenberg

Analystenerwartungen bestätigt: Der auf die Lebensmittelindustrie spezialisierte Anlagenbauer Gea weist starke Zahlen aus. Einsparungen und Stellenkürzungen sollen sich ab 2017 auszahlen.

Ein Gea-Angestellter arbeitetet an einem Wirbelschichttrockner für den industriellen Pharmagebrauch. Foto: Gea

Ein Gea-Angestellter arbeitetet an einem Wirbelschichttrockner für den industriellen Pharmagebrauch. Foto: Gea

DüsseldorfDer Anlagenbauer Gea hat im dritten Quartal mehr verdient. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um zwölf Prozent auf 149 Millionen Euro und traf damit die Analystenschätzungen beinahe punktgenau.

Wie der Konzern am Dienstag weiter mitteilte, blieben netto rund 75 Millionen Euro und damit 9,5 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Der Vorstand nutzte die Einnahmen auch, um die Verschuldung deutlich zu drücken. „Zum Ende des dritten Quartals lag diese noch bei 356 Millionen Euro und damit fast 200 Millionen Euro unter dem Stand von Ende Juni“, sagte Konzernchef Jürg Oleas.

Gea hatte bereits Mitte Oktober mitgeteilt, im dritten Quartal bei einem Auftragseingang von 1,167 (Vorjahr: 1,50) Milliarden Euro ein Umsatzplus von fünf Prozent auf 1,146 Milliarden Euro erzielt zu haben. Zudem bekräftigte Oleas seine Ziele für 2014. Der auf die Lebensmittelindustrie spezialisierte Anlagenbauer mit seinen 18.000 Beschäftigten – 5000 davon in Deutschland – peilt demnach 2014 unverändert einen moderaten Umsatzanstieg an. Das Ebitda soll bei 550 bis 590 Millionen Euro liegen. 2013 hatte Gea einen Betriebsgewinn von 530 Millionen Euro sowie einen Umsatz von 4,3 Milliarden Euro verbucht.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2012: 3,02 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2012: 3,24 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2012: 4,26 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Knorr-Bremse

Umsatz 2012: 4,3 Milliarden Euro

Das größte Unternehmen für Bremssysteme von Schienen- und Nutzfahrzeugen wurde 1905 gegründet und ist nicht an der Börse notiert. Der Hauptsitz liegt in München.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2012: 4,73 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion Group wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2012: 5,64 Milliarden Euro (Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 4 – Gea

Umsatz 2012: 5,72 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 3 – Voith

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 5,73 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2012: 15,28 Milliarden Euro

Die Linde Group sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 18,59 Milliarden Euro (Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Oleas hatte im August einen Konzernumbau angekündigt und dabei betriebsbedingte Kündigungen und Standortschließungen nicht ausgeschlossen. Die Einsparungen mit dem Wegfall von 1000 Stellen sollen sich ab 2017 auszahlen.

Von

rtr

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