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21.04.2011

18:58 Uhr

Umsatzplus

Biotechkonzern Amgen zahlt erstmals Dividende

Der weltgrößte Biotechnologie-Konzern Amgen will seinen Aktionären für das laufende Geschäftsjahr erstmals eine Dividende zahlen. Doch die Anleger sind davon nicht begeistert: Die Amgen-Aktie fällt um vier Prozent.

Dividende aus der Petri-Schale: Amgen will seinen Umsatz erhöhen. Quelle: Amgen

Dividende aus der Petri-Schale: Amgen will seinen Umsatz erhöhen.

New YorkNach einem erneuten Umsatzplus will der weltgrößte Biotechnologie-Konzern Amgen seinen Aktionären erstmals eine Dividende zahlen. Rund 20 Prozent des bereinigten Nettogewinns sollten an die Anteilseigner ausgeschüttet werden, teilte das US-Unternehmen am Donnerstag bei einer Analystenkonferenz mit. Die Dividende solle in den kommenden Jahren kontinuierlich angehoben werden. 

Zudem will der Branchenprimus in den nächsten Jahren Umsatzerlöse und Ergebnis aus eigener Kraft weiter steigern. Der Umsatz soll von geschätzten 15,1 bis 15,5 Milliarden Dollar in diesem Jahr bis 2015 auf 16 bis 18 Milliarden Dollar wachsen. 

Das Ergebnis je Aktie erwartet Amgen dann mit 7,25 bis 8,60 Dollar. Für dieses Jahr geht der Konzern von 5,00 bis 5,20 Dollar aus. Die Umsatz- und Ergebnisschätzung basiere auf der Annahme eines rein organischen Wachstums. Mit der mittelfristigen Prognose übertraf Amgen die Markterwartungen. 

Analysten rechnen für 2015 bislang im Schnitt mit Umsatzerlösen von 16,95 Milliarden Dollar und einen Überschuss von 7,16 Dollar je Anteilsschein. 

Amgen hatte im ersten Quartal dank starker Verkäufe seines wichtigsten neuen Medikamentes mehr verdient als erwartet. Das Nettoergebnis fiel um rund vier Prozent auf 1,13 Milliarden Dollar und damit weniger als an der Börse befürchtet, während der Umsatz um drei Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar zulegte. 

Das Medikament Xgeva zur Behandlung von Krebs erzielte während seines ersten vollen Quartals auf dem Markt einen Umsatz von 42 Millionen Dollar und damit fast doppelt so viel wie von Branchenexperten erwartet. Der US-Konzern bekräftigte seine Geschäftsprognosen für das Gesamtjahr. 

Die Amgen-Aktie ließ bis zum Nachmittag in einem insgesamt freundlichen Börsenumfeld an der Nasdaq knapp vier Prozent Federn. Investoren befürchten, dass bei einem Medikament gegen Blutarmut die Umsätze kurzfristig zurückgehen.

Von

rtr

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