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31.01.2007

11:51 Uhr

Umsatzplus in 2006

Ravensburger setzt auf Generation 50+

Obgleich es immer weniger Kinder gibt, hat der Spielwarenhersteller Ravensburger im vergangenen Jahr seinen Umsatz steigern können. Das lag nicht zuletzt an einer neuen Kundengruppe, die das Unternehmen entdeckt hat.

HB NÜRNBERG. Die Ravensburger Gruppe steigerte den Umsatz entgegen dem Branchentrend um rund 2 Prozent auf 282,7 Mill. Euro, wie Vorstandssprecher Karsten Schmidt am Dienstagabend in Nürnberg sagte. Das gute Ergebnis kam zustande, obgleich Provisionserlöse in Höhe von 6 Mill. Euro nicht mehr im Umsatz aufgeführt wurden. Angaben zum Gewinn will Ravensburger auf der Bilanzkonferenz im Mai machen.

Auf der am Donnerstag beginnenden Spielwarenmesse in Nürnberg stellt Ravensburger rund 300 Neuheiten vor, darunter speziell für den deutschen Markt entwickelte Spiele für die Altersgruppe 50+. Diese hat die gesamte Branche als neue Zielgruppe ausgemacht. Denn während die Zahl der Kinder abnimmt, steigt die der älteren Menschen. Zu den Spielen für die ältere Generation gehört unter anderem ein Quiz mit dem Titel „Weißt du noch?“.

„Wir haben in Deutschland seit fünf Jahren in Folge unsere Marktposition verbessert und zählten auch im letzten Jahr zu den Gewinnern der Branche“, sagte Schmidt. Vor allem Neuheiten hätten das Wachstum beflügelt, allen voran die „Minis“ – mit kleinen Spielen gefüllte Würfel, von denen Ravensburger 1,6 Mill. Stück absetzte. Der Klassiker unter den Beschäftigungsspielen „Malen nach Zahlen“ verkaufte sich 1,7 Mill. Mal.

Im Geschäftsbereich Kinder- und Jugendbücher, in dem Ravensburger Marktführer im deutschsprachigen Raum ist, kletterte der Umsatz um knapp 1,5 Prozent auf 47,6 Mill. Euro. Der Marktanteil betrug 10,4 Prozent. Wesentlich zur Entwicklung beigetragen habe erneut die Kindersachbuch-Reihe „Wieso? Weshalb? Warum?“.

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