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24.03.2011

15:25 Uhr

Umsatzplus

Jenoptik fährt die Produktion hoch

Der Technologiekonzern Jenoptik kann eine glänzende Bilanz vorweisen. Besonders die Nachfrage aus der Automobilindustrie sorgt für ein kräftiges Gewinnplus. Nun sollen die Schulden aus Firmenkäufen abgebaut werden.

Besonders im Bereich Lasertechnik kann Jenoptik punkten. Quelle: dpa

Besonders im Bereich Lasertechnik kann Jenoptik punkten.

JenaDer Technologiekonzern Jenoptik profitiert von der kräftigen Konjunkturerholung und rechnet 2011 mit einem Plus bei Umsatz und Ertrag. Im laufenden Geschäftsjahr soll angesichts der anhaltend hohen Nachfrage aus der Automobil- und Halbleiterindustrie nach Lasern, optischen Systemen und Messtechnik ein Umsatz von mindestens 510 Millionen Euro erzielt werden, teilte der Vorstand des TecDax-Konzerns am Donnerstag bei der Vorlage der endgültigen Bilanz für 2010 in Jena mit. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wird in diesem Jahr ein Plus von etwa einem Fünftel auf über 35 Millionen Euro angepeilt. Es soll schneller als der Umsatz steigen. 

Bei der Prognose, mit der Vorstandschef Michael Mertin erste Angaben vom Februar bestätigte, schlägt sich der Verkauf der Weltraumsparte im Spätherbst an den EADS-Konzern nieder. Die Jena-Optronik GmbH stand bisher für eine Umsatzgröße von etwa 30 Millionen pro Jahr. Durch ihren Verkauf erhöhte sich das Ebit im Vorjahr auf 56,4 Millionen Euro. Ohne Sondereffekte lag es bei 31,9 Millionen Euro. Nach den endgültigen Zahlen hat Jenoptik unter dem Strich einen Gewinn von 36,4 Millionen Euro verbucht. Im Krisenjahr 2009 stand noch ein Verlust von 33,9 Millionen Euro in der Bilanz. Der Umsatz betrug 2010 rund 510,6 Millionen Euro; plus 7,8 Prozent. 

Mertin führte die Trendwende auch auf Kostensenkung zurück. Ihr fielen etwa 200 Arbeitsplätze bei Jenoptik zum Opfer. Derzeit beschäftigt der Konzern knapp 3000 Mitarbeiter. Wert legt der Vorstand auf den Abbau der Schulden, die in der Vergangenheit vor allem durch Firmenkäufe entstanden waren. Die Nettoverschuldung sei im vergangenen Jahr von 159,5 Millionen auf nun 79,3 Millionen Euro halbiert worden.

Von

dpa

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