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07.11.2013

11:09 Uhr

Umsatzrückgang

Heidelberg Cement leidet unter starkem Euro

Weltweit steigt die Nachfrage nach Zement und Beton. Davon profitieren kann Heidelberg Cement allerdings nicht. Der starke Euro frisst einen Großteil der Einnahmen. Das Jahresziel soll dennoch erreicht werden.

Die Nachfrage steigt, der Umsatz sinkt. Heidelberg Cement verkauft Zementsäcke am laufenden Band, doch der starke Euro schmälert die Einnahmen. ap

Die Nachfrage steigt, der Umsatz sinkt. Heidelberg Cement verkauft Zementsäcke am laufenden Band, doch der starke Euro schmälert die Einnahmen.

StuttgartBeim Baustoffkonzern Heidelberg Cement hat im dritten Quartal wie bei der Konkurrenz auch der starke Euro für kräftigen Gegenwind gesorgt. Der operative Gewinn ging um 6,8 Prozent auf 603 Millionen Euro zurück, wie die im Dax notierte Gesellschaft am Donnerstag in Heidelberg mitteilte.

Höhere Absatzmengen und Preise sowie niedrigere Energie- und Rohstoffkosten hätten die negativen Währungseffekte nicht vollständig ausgleichen können. Der Umsatz lag mit knapp 3,9 Milliarden Euro leicht unter dem Vorjahreswert. Rechnet man Währungs- und Konsolidierungseffekte heraus, hätte dem Konzern zufolge aber ein Plus von 4,9 Prozent in den Büchern gestanden. Wie den anderen beiden Branchengrößen Holcim und Lafarge machte der Kursrutsch asiatischer Währungen und des Dollar den Kurpfälzern zu schaffen.

Einen Schub verpasste Heidelberg Cement indes die anziehende Baustoffnachfrage in Europa und Nordamerika. Auch das anhaltende Wachstum in Asien und Afrika machte sich demnach weiter bemerkbar.

Zudem drückt der Konzern bei seinem Sparkurs aufs Tempo: In den ersten neun Monaten sparte Heidelberg Cement nach eigenen Angaben bereits 253 Millionen Euro. Ursprünglich wollten die Heidelberger im Gesamtjahr 2013 die Kosten um 240 Millionen Euro drücken. Schon seit Jahren steuert Heidelberg Cement steigenden Energie- und Rohstoffkosten mit Sparprogrammen gegen.

Für den Zeitraum 2011 bis 2013 will der Heidelberg Cement-Chef Bernd Scheifele früheren Angaben zufolge rund eine Milliarde Euro sparen, weitere 150 Millionen Euro sollen über die nächsten Jahre Kürzungen in der Logistik bringen. Scheifele bekräftigte das Jahresziel, den Umsatz zu steigern und das Vorsteuerergebnis in diesem Jahr spürbar zu verbessern. Mit Gegenwind vom Wechselkurs werde es aber deutlich anspruchsvoller, diese Ziele zu erreichen.

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