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13.01.2005

13:15 Uhr

Umsatzrückgang - Margenziele bekräftigt

Alstom verlangsamt Talfahrt

Der Umsatz des französischen Industriekonzerns Alstom ist in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2004/05 um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken. Damit hat sich der Abwärtstrend allerdings verlangsamt. Für das laufende und kommende Geschäftsjahr bekräftigte der Hersteller von Hochgeschwindigkeitszügen, Kreuzfahrtschiffen und Gasturbinen seine Ziele für die operative Gewinnmarge.

HB PARIS. Der Umsatz sei in den ersten neun Monaten (zum 31. Dezember) auf 9,7 Mrd. € von 10,5 Mrd. € im vergleichbaren Vorjahreszeitraum gefallen, teilte Alstom am Donnerstag mit. Nach einem Umsatzminus von 28 % im ersten Halbjahr habe sich das Geschäft im dritten Quartal besser entwickelt. Im dritten Quartal lagen die Umsätze bei 3,3 Mrd. € nach 3,2 Mrd. € im Vorjahr. Den Auftragseingang für die ersten neun Monate bezifferte der Konzern auf 12,2 Mrd. €, ein Plus von 29 %. Alstom zufolge waren Umsatz und Auftragseingang in den ersten neun Monaten von Wechselkurseffekten belastet.

„Wir behalten unsere Ziele für dieses und für nächstes Jahr bei“, sagte Alstom-Chef Patrick Kron. Demnach erwartet Alstom eine operative Gewinnmarge von 3,5 bis vier Prozent. Den Auftragseingang sieht Alstom im Gesamtjahr bei 15 bis 16 Mrd. €. Der Umsatz werde auf vergleichbarer Basis um fünf Prozent zurückgehen, bekräftigte die Gesellschaft frühere Angaben.

Der Konzern teilte weiter mit, das Kernkraftunternehmen Areva werde zusätzlich 103 Mill. € für die Übernahme der Alstom-Versand- und Vertriebsaktivitäten zu den bereits gezahlten 950 Mill. € zahlen. Ein Experte habe den Verkaufspreis auf 1,053 Mrd. € festgelegt. Areva hatte Anfang 2004 die Aktivitäten von Alstom übernommen. Alstom hatte später einen höheren Preis gefordert, da das Geschäft mehr Barmittel habe als zu der Transaktion angenommen.

Im Sommer 2004 war ein Zusammenbruch des Industriekonzerns mit Hilfe eines staatlichen Rettungsprogramms verhindert worden. Die Kommission der Europäischen Union (EU) hatte im Juli ihre Zustimmung für das Programm erteilt, das eine Liquiditätszufuhr von 2,2 Mrd. € beinhaltete.

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