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05.02.2004

09:19 Uhr

Umsatzrückgang

Swatch leidet unter schwachem Dollar

Der Umsatz des Schweizer Uhrenproduzenten Swatch ist im vergangenen Jahr wegen des schwachen Dollars um knapp 2 % auf 3,983 Mrd. sfr zurückgegangen. Unter Ausklammerung der Währungseffekte legte der Konzernumsatz jedoch um 1,55 % zu. Besonders gut liefen bei Swatch die margenstarken Luxusuhren.

HB BIEL. Insgesamt habe Swatch die führende Stellung dennoch ausbauen und Marktanteile gewinnen können, teilte der Konzern im schweizerischen Biel mit. Im zweiten Halbjahr erholte sich das Unternehmen von dem schweren Rückschlag im Frühling durch Irak-Krieg, SARS und Tourismusflaute. Der Konzernumsatz von Juli bis Dezember liege somit um 2,27 % über dem entsprechenden Vorjahreswert.

Die Gewinnzahlen will Swatch am 25. März veröffentlichen. Es sei mit einem „zufrieden stellenden Betriebs- und Konzernergebnis“ zu rechnen. Im laufenden Jahr dürfe angesichts der stärkeren Weltkonjunktur und der verbesserten Konsumentenstimmung mit einem guten Umsatzwachstum gerechnet werden.

Im größten Swatch-Bereich, den Uhren, ging der Umsatz 2003 um 1,98 % auf 2,9 Mrd. Franken zurück. In der Uhren-, Uhrwerk- und Komponentenproduktion wurde ein Umsatzrückgang von 4,18 % auf 1,2 Mrd. Franken verzeichnet. Positiv war einzig die Entwicklung bei den Elektronischen Systemen mit einem Anstieg um 0,59 % auf 511 Mill. Franken.

Der Bereich Uhren-, Uhrwerke und Komponentenproduktion litt unter vorsichtigeren Bestellungen vor allem von Drittkunden der Uhrenindustrie im zweiten Semester. Die Umsätze gingen um 4,18 % auf 1,239 Mrd. sfr zurück. In der Sparte Elektronische Systeme gingen die Umsätze mit 0,59 % geringer zurück. Insgesamt beliefen sich die Verkäufe von Chips und Quarzen auf 511 Mill. sfr.

Mit dem Gesamtumsatzergebnis traf Swatch die Erwartungen der Analysten. Der Ausblick sei positiv, so Ronald Wildmann von der Bank Leu. Vor allem das Wachstum im Bereich der Luxusuhren verspreche höhere Margen. Die Swatch-Aktie dürfte mit einem Plus eröffnen, hiess es im Markt. Swatch will ab sofort seine Kommunikation wieder öffnen. Nachdem nach einem Interview ein Verfahren der Schweizer Börse SWX wegen einer möglichen Verletzung der Ad-hoc-Publizität lief, hatte Swatch im zweiten Halbjahr überhaupt nicht mehr kommuniziert. Nun werde Swatch wieder zu ihrer „offenen, spontanen und unkonventionellen Kommunikationspolitik“ zurückkehren, erklärte Swatch.

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