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01.12.2011

10:48 Uhr

Umsatzwachstum

Auftragslage stimmt Siemens optimistisch

Siemens blickt optimistisch in die Zukunft. Der Münchner Konzern erwartet für die beiden kommenden Jahre ein Umsatzplus. Im Moment sind die Auftragsbücher prall gefüllt.

Siemens blickt optimistisch in die Zukunft. dpa

Siemens blickt optimistisch in die Zukunft.

MünchenSiemens rechnet dank guter Auftragslage mit anhaltendem Umsatzwachstum. Wegen prall gefüllter Orderbücher seien sowohl in dem Anfang Oktober begonnenen als auch im kommenden Geschäftsjahr 2012/13 höhere Erlöse zu erwarten, erklärte der Münchener Technologiekonzern in seinem am Donnerstag erschienenen Geschäftsbericht. Allerdings sei die Entwicklung der Weltwirtschaft von vielen Unsicherheiten geprägt. Über die Gewinnentwicklung äußerte sich der Konzern vage. „Wir erwarten trotz anhaltenden Preisdrucks und höherer operativer Aufwendungen erneut starke Ergebnisse unserer Geschäfte“, hieß es. „Sofern das makroökonomische Umfeld ein anhaltend moderates Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2013 unterstützt, rechnen wir mit entsprechend positiven Auswirkungen auf den Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten.“ Indes halte der Preisverfall für die Siemens-Produkte generell an, insbesondere im Bereich der Windenergie werde der Konkurrenzkampf auf das Wachstum drücken.

Der neue Großbereich Infrastruktur und Städte, den Siemens neu aus den bestehenden Sektoren gebildet hat, werde künftig der renditeschwächste sein. Die operative Zielmarge (Ebitda) für das Segment, zudem vorläufig auch die Leuchtmitteltochter Osram zählt, liege bei acht bis zwölf Prozent, hieß es. Der Industriebereich, von dem das meiste in die Infrastruktursparte wechselte, solle mit elf bis 17 Prozent allerdings mehr abwerfen als bisher. Für die beiden übrigen Sektoren Energie- und Medizintechnik blieben die Vorgaben unverändert bei je zehn bis 15 und 15 bis 20 Prozent.

Siemens hatte sich vor drei Wochen nach einem kräftigen Gewinnanstieg in seinem abgelaufenen Geschäftsjahr vorsichtig für die absehbare Zukunft geäußert. Der Umsatz werde 2012 moderat wachsen, der Gewinn des fortgeführten Geschäfts werde auf vergleichbarer Basis über Niveau des Vorjahres von sechs Milliarden Euro liegen.

Trotz des Gewinnzuwachses im abgelaufenen Geschäftsjahr fielen die Bezüge von Vorstandschef Peter Löscher magerer aus. Mit 9,5 Millionen Euro erhielt er knapp eine halbe Million Euro weniger als im Vorjahr. Der Grund liegt im umgestellten Vergütungssystem bei Siemens, das die Barzahlungen reduziert und mehr Aktien für die Manager vorsieht. Die übrigen Vorstände verdienten in der Regel etwas mehr, durch zusätzliche Mitglieder und Wechsel in der Führungsriege kam das Gremium dem Konzern mit gut 39 Millionen Euro rund fünf Millionen Euro teurer als im vorangegangenen Geschäftsjahr.

Von

rtr

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