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25.04.2014

09:53 Uhr

Umsatzwachstum zum Jahresauftakt

Continental legt die Latte höher

Continental hebt die Prognose für das laufende Jahr nach einem guten ersten Quartal an. Conti-Chef Degenhart ist zuversichtlich, den Schub mitzunehmen. Der Grund für den Aufschwung liegt in Europa.

Ein Reifen im Continental-Werk in Hannover: Ein Faktor für Contis Gewinnanstieg dürfte eine Erholung auf Europas Reifenmärkten gewesen sein. dpa

Ein Reifen im Continental-Werk in Hannover: Ein Faktor für Contis Gewinnanstieg dürfte eine Erholung auf Europas Reifenmärkten gewesen sein.

HannoverNach einem starken Startquartal schraubt der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental seine Erwartungen für das laufende Jahr leicht nach oben. Der Umsatz des Dax-Konzerns zog im ersten Jahresviertel gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um gut vier Prozent an und erreichte 8,4 Milliarden Euro, wie Conti am Freitag in Hannover anlässlich seiner Hauptversammlung mitteilte.

Das Wachstum der Erlöse war dabei noch belastet vom starken Euro-Kurs. Der für die Conti-Prognose wichtige Wert, das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit), legte sogar um knapp 20 Prozent auf rund 953 Millionen Euro zu. Jedoch ist die Vergleichsbasis zum Startquartal 2013 günstig.

Die größten Reifenhersteller der Welt

Platz 12

Toyo Tire & Rubber (Japan) - 3 Milliarden Dollar

Rangliste nach Umsatz im Finanzjahr 2014, Quelle: Statista/Modern Tire Dealer

Platz 11

Kumho Tire (Südkorea) - 3,3 Milliarden Dollar

Platz 10

Cooper Tire & Rubber (USA) - 3,5 Milliarden Dollar

Platz 9

Cheng Shin Rubber (Taiwan) - 4,3 Milliarden Dollar

Platz 8

Yokohama Rubber (Japan) - 4,8 Milliarden Dollar

Platz 7

Hankook Tire (Südkorea) - 6,4 Milliarden Dollar

Platz 6

Sumutimo Rubber (Japan) - 6,9 Milliarden Dollar

Platz 5

Pirelli (Italien) - 8 Milliarden Dollar

Platz 4

Continental (Deutschland) - 12,9 Milliarden Dollar

Platz 3

Goodyear Tire (USA) - 17,8 Milliarden Dollar

Platz 2

Michelin (Frankreich) - 24,4 Milliarden Dollar

Platz 1

Bridgestone (Japan) - 29,3 Milliarden Dollar

Conti-Chef Elmar Degenhart ist dennoch zuversichtlich, den Schub aufrecht zu erhalten. „Denn im zweiten Quartal scheint sich der gute Trend der ersten drei Monate fortzusetzen“, sagte er laut Mitteilung. Der Konzern rechne nun aufs Jahr gesehen mit einem Anteil des Ebit am Umsatz in Höhe von 10,5 statt der anfangs angepeilten 10,0 Prozent.

„Zu unserem gelungenen Jahresstart haben alle unsere fünf Divisionen beigetragen“, ließ Degenhart weiter erklären. Conti ist zusammen mit Bosch einer der größten Autozulieferer der Welt. Neben Technik rund um die Fahrzeugbranche bilden die Reifen und Industrietechnik weitere Geschäftssäulen. Alle Details zur Quartalsbilanz folgen am 6. Mai.

Ein Faktor für Contis Gewinnanstieg dürfte eine Erholung auf Europas Reifenmärkten gewesen sein. Bereits am Mittwoch hatte der Konkurrent Michelin eine anziehende Nachfrage vermeldet. Gerade das wichtige Reifenersatzgeschäft hatte eine ungewöhnlich lange Flaute erlebt.

Wie auf der Autozulieferer auf seiner Hauptversammlung mitteilte, besetzt Continental die Position seiner scheidenden Vorstandsfrau Elke Strathmann wie erwartet wieder mit einer Managerin. Ariane Reinhart, bisher noch Personalchefin bei der britischen Volkswagen-Nobelmarke Bentley, übernimmt das Ressort Personal zum 1. Oktober dieses Jahres. Medien hatten bereits über die Personalie und Strathmanns Abgang berichtet. Ihr fehlte nach dpa-Informationen zuletzt der Rückhalt in großen Teilen des Top-Managements. Die 56-Jährige scheidet mit sofortiger Wirkung aus dem Unternehmen aus. Bis Reinhart im Herbst beginnt, wird Finanzvorstand Wolfgang Schäfer das Personalressort leiten.

Die Handelsblatt-Bilanzanalyse zu Continental aus der Reihe „Dax-Konzerne ungeschminkt“ finden Sie als Download in unserem Kaufhaus der Weltwirtschaft.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

25.04.2014, 11:43 Uhr

ich hatte an meinem Fahrrad Continental Reifen, die waren innerhalb eines Jahres brüchig, Materialfehler. Anfangs habe ich noch mit Continental ausgetauscht, wieder das gleiche Problem. Wer so miese Fahrradreifen herstellt, kann auch nicht Autoreifen, habe neue Schlappen aufziehen lassen.

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