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27.06.2017

04:08 Uhr

Umstrittener Unkrautvernichter

Kalifornien stuft Glyphosat als krebserregend ein

Ab Juli kommt der Unkrautvernichter Glyphosat des Saatgut-Konzerns Monsanto in Kalifornien auf die Liste der krebserregenden Chemikalien. Damit könnte Monsanto gezwungen werden, Warnhinweise auf die Packungen zu kleben.

Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat kommt in Kalifornien auf den Index. dpa

Pestizide

Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat kommt in Kalifornien auf den Index.

ChicagoDer Saatgut-Konzern Monsanto hat mit seinem umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat einen Rückschlag in den USA erlitten. In Kalifornien teilte die zuständige Behörde für Gesundheit und Umwelt am Montag mit, Glyphosat werde ab dem 7. Juli auf die Liste mit Chemikalien gesetzt, die krebserregend sein können.

Monsanto wird gerade in einem 66 Milliarden Dollar schweren Deal vom deutschen Bayer-Konzern übernommen. Kritiker der Transaktion befürchten ein Imageproblem für Bayer.

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Denn Monsanto sieht sich wegen Glyphosat immer neuer Klagen ausgesetzt. Der US-Konzern will gegen die Entscheidung in Kalifornien vorgehen und nannte sie "ungerechtfertigt auf der Basis von Wissenschaft und Gesetz".

Durch die Maßnahme in Kalifornien könnten Monsanto und andere Firmen, die solche Unkrautvernichter herstellen, dort gezwungen werden, Warnungen auf die Produktverpackungen zu kleben. Das Mittel wird unter anderem von Landwirten, auf Golfplätzen und in Weingebieten eingesetzt.

Von

rtr

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