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17.01.2007

09:35 Uhr

Umweltschäden nach Tanker-Katastrophe

Exxon lehnt Milliardenstrafe für „Exxon-Valdez“-Unglück ab

Einer der längsten Rechststreitfälle der US-Geschichte findet immer noch kein Ende. Der Ölkonzern Exxon Mobil will auch eine bereits drastisch gesenkte Entschädigungszahlung nach dem Tankerunglück der „Exxon Valdez“ 1989 nicht akzeptieren. Der Tanker löste eine der größten Umweltkatastrophen der Seefahrt aus.

HB SAN FRANCISCO. Der Ölkonzern Exxon Mobil will auch eine bereits drastisch gesenkte Entschädigungszahlung nach dem Tankerunglück der „Exxon Valdez“ 1989 nicht akzeptieren. Das Unternehmen forderte ein Bundesgericht in San Francisco auf, das Urteil über die Zahlung von 2,5 Mrd. Dollar (1,9 Mrd. Euro) zu überprüfen. In einem ersten Prozess hatte ein Gericht in Anchorage Exxon noch zu fünf Mrd. Dollar Entschädigung verurteilt.

Exxon will lediglich 25 Mill. Dollar zahlen, da es bereits mehr als drei Mrd. Dollar zur Beseitigung der Umweltschäden in Alaska und zur Beilegung mehrerer Klagen aufgewandt habe. Nunmehr forderte der Konzern das Bundesgericht in San Francisco auf, den Fall erneut anzuhören. Der Rechtsstreit ist bereits einer der längsten der amerikanischen Justizgeschichte.

Die „Exxon Valdez“ war am 23. März 1989 im Prince-William-Sund auf Grund gelaufen. Aus den Tanks traten etwa 41 Mill. Liter Öl aus und verschmutzten die Küste auf einer Länge von mehr als 2 000 Kilometern. 250 000 Seevögel und Meerestiere fielen der Ölpest zum Opfer.

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