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30.10.2013

14:50 Uhr

Umweltverträglichkeit

BASF-Chef fordert Pro-Fracking-Test

In Deutschland herrscht großer Vorbehalt gegen die Fracking-Technik, mit der Schiefergas aus der Erde gewonnen wird. BASF-Chef Kurt Bock fordert nun die Umweltverträglichkeit dieser Methode zu testen - und zu beweisen.

Der Vorstandsvorsitzende des Chemiekonzerns BASF, Kurt Bock: „Das ist nicht trivial.“ dapd

Der Vorstandsvorsitzende des Chemiekonzerns BASF, Kurt Bock: „Das ist nicht trivial.“

FrankfurtBASF-Chef Kurt Bock fordert einen Test der umstrittenen Schiefergas-Fördertechnik Fracking in Deutschland. Auf diese Weise könne unter kontrollierten Bedingungen die Sicherheit und Umweltverträglichkeit der Fördermethode gezeigt werden, sagte Bock auf einer Veranstaltung des Internationalen Clubs Frankfurter Wirtschaftsjournalisten (ICFW). „Wir würden das gerne beweisen“, sagte Bock. Kritiker der Technik, bei der Wasser und Chemikalien unter Tage gepresst werden, um Gas aus dem Gestein zu lösen, befürchten allerdings massive Umweltbelastungen.

Durch die Förderung von heimischem Schiefergas würde Deutschland Bock zufolge unabhängiger in der Energieversorgung. Mit Schiefergas ließe sich zehn Jahre lang der ganze Gasverbrauch in Deutschland sichern, sagte der Manager. „Das ist nicht trivial.“ Und wenn erst einmal gebohrt würde, dann sei auch mehr zu finden. Aktuell stammten nur 14 Prozent des in Deutschland verbrauchten Gases auch aus heimischer Förderung. „Und die Gasproduktion ist mittlerweile rückläufig“, sagte Bock. In den USA hat Schiefergas den Gasmarkt komplett umgewälzt. Inzwischen sind die deutlich niedrigeren Gaspreise für den Industriestandort USA auch ein großer Wettbewerbsvorteil.

Von

rtr

Kommentare (15)

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Account gelöscht!

30.10.2013, 15:18 Uhr

Die Frackinggegner, jedenfalls der absolut überwiegende Teil, hat längst klargemacht, dass sie an Fakten nicht interessiert sind. Der Artikel verwendet "Fracking" synonym mit Fracking in Shale, aber selbst konventionelle Gasförderung, dazu gehört Fracking in dichten Sandsteinen wird in Deutschland blockiert.
Der BASF-Mann sollte viel offensiver vorgehen und das Elend anprangern, das bürokratische Wohlstandsvernichtung und Energiearmut auslöst.

s.Roth

30.10.2013, 16:15 Uhr

Das ist wie mit Allem - erstmal probieren, wenn`s nix wird kommt die nächste Schnapsidee. Bei den AKW`s war das so - erstmal bauen und dann - ups wohin mit dem Müll ? Windkraft: erstmal ganze Naturschutzgebiete plattmachen um auf den Höhenzügen Windräder hinzustellen - um die Wälder und Tiere machen wir uns später Gedanken - obwohl die Dinger völlig uneffektiv sind und von "öko" keine Spur sein kann. Beim Fracking ist das genauso: Laßt uns was probieren und schaun wir mal ob wir das Grundwasser verseuchen, die Böden unbrauchbar machen ect, und was sonst noch passieren könnte wissen wir NOCH nicht ! Learning by doing ist hier nicht angebracht ! Wasser ist unser wertvollstes Gut, und nichts, aber rein gar nichts ist es wert , das aufs Spiel zu setzen ! Unsere Gemeinde hat sich gerade vor ein paar Wochen erfolgreich dagegen gewehrt, daß in unseren Wäldern Windräder gebaut werden - dieses Fracking ist dagegen die Perfektion an Umweltvandalismus! nein Danke - brauchen wir nicht !

Erdbewohner

30.10.2013, 16:21 Uhr

Bin für den Test! Aber bitte in seinem Garten. Und abschließend dann das Rohr mit ihm als Pfropfen dauerhaft verschließen.

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