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02.01.2006

14:44 Uhr

Unbestätigter Bericht

VW und Chrysler machen Minivan-Partnerschaft offenbar perfekt

Volkswagen und der US-Autobauer Chrysler haben nach einer Agenturmeldung ihre Partnerschaft beim Bau eines Minivans in den USA besiegelt.

HB WOLFSBURG/DETROIT. Die seit längerem geplante Zusammenarbeit sei perfekt, erfuhr die Deutsche Presseagentur am Montag aus Konzernkreisen. Ein entsprechender Vertrag solle am Sonntag (8. Januar) auf der Automesse in Detroit (USA) unterzeichnet werden. Ein VW-Sprecher in Wolfsburg gab keine Stellungnahme ab.

Es ist schon seit längerem im Gespräch, dass Chrysler für VW einen Minivan auf Basis des Chrysler Voyager bauen soll. Das Auto soll 2008 in den USA auf den Markt kommen. Im wichtigen Minivan-Segment ist Volkswagen in den USA derzeit nicht vertreten.

Die jährliche Stückzahl des neuen VW-Minivans dürfte zwischen 35 000 und 45 000 liegen. In welchem Chrysler-Werk das Modell gebaut werde, sei noch nicht entschieden, hieß es.

Die Marke VW hat in den USA massive Absatzprobleme. Die Verkäufe sanken von Januar bis Ende November 2005 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15,5 Prozent auf rund 198 000 Fahrzeuge. Der Luxuswagen Phaeton wird in den USA im Sommer 2006 vom Markt genommen. Die Verkaufszahlen lagen deutlich hinter den Erwartungen zurück. VW hatte angekündigt, sich auf die Markteinführung der neuen Modelle von Jetta und Passat konzentrieren. Die beiden Autos sind die mit Abstand wichtigsten VW-Modelle in den USA. Zudem wolle VW „mit Hochdruck“ neue Modelle entwickeln, die sich an den spezifischen Wünschen der nordamerikanischen Kundschaft ausrichteten, hieß es.

Für das Gesamtjahr 2005 rechnet VW im US-Geschäft wie im Vorjahr mit einem Verlust von rund einer Milliarde Euro. Nach Einschätzung von Konzernchef Bernd Pischetsrieder wird VW in Nordamerika auch 2006 rote Zahlen schreiben. Pischetsrieder hatte angekündigt, das US-Geschäft mit „mehr amerikanischem Denken“ ankurbeln zu wollen. VW habe in den USA in seinem Produktportfolio „Lücken“ gelassen und große Teile des Marktes überhaupt nicht bedient.

VW-Markenchef Wolfgang Bernhard, früher selbst bei Chrysler, will sich an diesem Mittwoch auf der Automesse in Los Angeles zur US-Strategie von Volkswagen äußern. In Los Angeles stellt VW neben dem Golf GTI das Cabrio Eos vor, das im September auf den US-Markt kommen soll. Außerdem präsentiert VW in Los Angeles eine nicht näher genannte Studie. Auf der Automesse in Detroit zeigt VW nach Angaben eines Sprechers keine Neuheiten.

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