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15.01.2008

11:53 Uhr

Unerwartet hoher Quartalsverlust

EU-Reform belastet Südzucker

Ausgaben für Werkschließungen und hohe Rohstoffkosten haben den Südzucker -Konzern im dritten Geschäftsquartal in die roten Zahlen gedrückt. Der europäische Marktführer verfehlte die Entwicklungen von Analysten. Der Aktienkurs drehte nach der Mitteilung ins Minus.

HB FRANKFURT. Im Zeitraum von September bis November stand unter dem Strich ein Minus von 36,4 Mill. Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Damit verfehlte Südzucker klar die Erwartungen von Analysten, die im Vorfeld durchschnittlich einen Gewinn von vier Mill. Euro erwartet hatten. Investoren trennten sich von ihren Südzuckeraktien und drückten den Kurs um mehr als zwei Prozent ins Minus.

Hauptgrund für den Verlust ist die Zuckermarktreform der EU, mit der die Überproduktion gedrosselt werden soll. Im Zuge dessen hat Südzucker vier seiner Werke in Deutschland, Belgien und Frankreich geschlossen und muss nun für die Sozialpläne der dortigen Beschäftigten aufkommen. Zudem hatte auch der hohe Preis für Weizen - das Grundprodukt für die Herstellung von Bioethanol bei der Tochter CropEnergies - dem Konzern zu schaffen gemacht. Das operative Ergebnis schrumpfte um knapp die Hälfte auf 55,3 Mill. Euro. Der Umsatz legte dagegen um knapp sieben Prozent auf 1,53 Mrd. Euro zu.

Für das Gesamtjahr geht das Mannheimer Unternehmen nun für 2007/08 von einem höheren Umsatz aus als bislang. Bis Ende Februar sollen die Erlöse auf 5,5 Mrd. Euro steigen, bislang wurden 5,2 bis 5,4 Mrd. Euro erwartet. "Der Umsatz im Zuckerbereich war höher als erwartet", begründete ein Sprecher die höhere Prognose. Das operative Ergebnis erwartet Südzucker aber weiterhin bei 210 Mill. Euro.

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